Zum Inhalt springen

Pressemitteilung-Detail

FH Gebäude
22.05.2026

Keine Zukunft ohne nachhaltiges Denken und Handeln

50 Teilnehmende bei der zweiten Nachhaltigkeitswoche an der FH SWF Wasserstoff als Energieträger und Klimawandel in der frühen Kindheit

Soest. Eine nachhaltige Welt bis 2030 – dieses Ziel schwebte der UNO vor mehr als zehn Jahren vor, als sie mit den Zielen für nachhaltige Entwicklung (Sustainable Development Goals) einen umfassenden Plan vorlegte. Hochschulen weltweit verstehen sich als Schlüsselakteure und wollen die Umsetzung dieser Ziele in Lehre und Forschung unterstützen. So fand jetzt bereits zum zweiten Mal die „Erasmus+ International Sustainability Week“ an der Fachhochschule Südwestfalen in Soest statt. Dabei ging es um die Vorteile und Herausforderungen von Wasserstoff als Energieträger sowie um die Frage, wie Kindern im Alter von sechs Jahren der Klimawandel nähergebracht werden kann.

Mehr als 50 Studierende und Lehrende aus Finnland, Frankreich, Litauen, Polen, Schweden, der Region Südwestfalen und der Türkei waren für eine Woche in Soest zusammengekommen, um sich mit Perspektiven zum Thema Nachhaltigkeit in Maschinenbau und in der Frühkindlichen Bildung auseinanderzusetzen. Neben fachspezifischen Modulen wurde den Studierenden ein abwechslungsreiches Programm mit Stadtrallye in Soest, einer Nachhaltigkeitstour und Kita-Besuchen in Münster geboten.
„Die Woche zeigt die Relevanz des Themas Nachhaltigkeit in seiner vielschichtigen Dimension auf“, erläutert Prof. Dr. Ines von Weichs, Prorektorin für Strukturentwicklung an der FH. „Und sie beweist, dass Nachhaltigkeit ein Praxisthema für unsere Studierenden ist“, ergänzt Prof. Dr. Claudia Henrichwark, Professorin für Frühkindliche Bildung. In ihrem Modul „Early Childhood Education“ haben die Teilnehmenden ausgewählte Herausforderungen des Klimawandels aus internationaler Perspektive diskutiert, praktische Ideen entwickelt und Materialien erstellt, die Kinder dazu motivieren, technische Themen zu erkunden. Im Modul „Engineering“ ging es um die Eigenschaften von Wasserstoff als Energieträger. Die Gruppe hatte einen Demonstrator aus Klemmbausteinen gebaut, der die Erzeugung und technische Nutzung von Wasserstoff veranschaulicht. „Ingenieure und Ingenieurinnen haben einen anderen Blick auf das Thema Nachhaltigkeit, aber letztlich haben wir die fächerübergreifende Relevanz des Themas ganz anschaulich in einer gemeinsamen Modelllandschaft aus Bausteinen erlebbar gemacht“, fasst Prof. Dr. Mark Schülke eine wesentliche Erkenntnis zusammen.

In der zweiten Auflage der Nachhaltigkeitswoche zeigt sich, dass das Erasmus+-Programm, über das die Woche und die Reisen finanziert wurden, ein wichtiges Instrument ist, um hochrelevante Themen europaweit gemeinsam zu bearbeiten und ausgestalten zu können. „Erasmus+ hat es uns ermöglicht, den Klimawandel als europäisches Thema erlebbar machen“, resümiert Christine Lange, Erasmus+-Hochschulkoordinatorin im International Office der Fachhochschule.