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Pressemitteilung-Detail

FH Gebäude
22.04.2026

Studierende beraten Unternehmen mit frischem Blick

Student-Consulting-Projekt mit der ALSO GmbH Deutschland: Lösungen für reale Herausforderungen mit der Chance auf den Einstieg ins Unternehmen

Soest. Der Mangel an qualifizierten IT-Fachkräften bleibt eine der drängendsten Herausforderungen der deutschen Wirtschaft. Laut einer aktuellen Studie des Digitalverbands Bitkom fehlen in Deutschland derzeit rund 109.000 IT-Fachkräfte – und 85 Prozent der Unternehmen beklagen einen entsprechenden Engpass auf dem Arbeitsmarkt. Ein Baustein für einen konstruktiven Lösungsansatz kann die synergetische Partnerschaft mit einer Hochschule sein. An der Fachhochschule Südwestfalen in Soest werden seit mehr als 20 Jahren Fachkräfte im Bereich angewandte Informatik ausgebildet. Deutsche und internationale Studierende lernen hier gemeinsam. Seit Jahren ist eine intensive Kooperation mit der ALSO Deutschland GmbH mit Sitz in Soest gewachsen. Gerade ist ein gemeinsames Student-Consulting-Projekt mit 14 internationalen Studierenden der FH gestartet.

Konjunkturschwankungen, geopolitische Gesamtsituation und demografischer Wandel – die Gründe für den strukturellen Fachkräftemangel sind komplex. Dabei liegt ein Teil der Lösung für Unternehmen in der Region buchstäblich vor der Haustür. Der Fachbereich Elektrische Energietechnik der Fachhochschule Südwestfalen in Soest bildet mit seinen zukunftsweisenden Studiengängen Absolventinnen und Absolventen aus, die hervorragende berufliche Perspektiven – auch in der regional ansässigen Industrie – mitbringen. Kompetenzen im Bereich „applied informatics“ werden am Standort bereits seit mehr als zwei Jahrzehnten aufgebaut und weiterentwickelt. Das Center for Business Education – BE! koordiniert darüber hinaus international ausgerichtete und wirtschaftsfokussierte Bereiche in Lehre und Forschung. Alle Professorinnen und Professoren des Fachbereichs verfügen über mehrjährige Industrieerfahrung und pflegen enge Kontakte zu den Unternehmen der Region.

Zu den langjährigen Partnern zählt die ALSO Deutschland GmbH mit Sitz in Soest. Das Unternehmen ist eines der führenden Großhändler für Informationstechnik und Telekommunikation sowie Technologieanbieter deutschlandweit. Bereits im vergangenen Jahr haben FH-Studierende gemeinsam mit Studierenden der Southern Connecticut State University (SCSU) ein Beratungskonzept für reale betriebliche Herausforderungen des Soester Unternehmens erarbeitet. Bei der jetzigen Neuauflage des Student-Consulting-Projekts arbeiten insgesamt 14 internationale Studierende an Lösungen. „Unsere internationalen Wirtschaftsinformatikstudenten konnten sich um einen Platz im Consulting-Team bewerben. Aus den zahlreichen Bewerbungen haben wir 14 Studierende ausgewählt, davon sechs indonesische Studierende der Partnerhochschule Swiss German University, die gerade in Soest ihr Auslandssemester absolvieren und acht aus unserem internationalen Studiengang Business Administration with Informatics“, freut sich Prof. Dr. Dina Dreisbach als Dekanin des Fachbereichs über die erneute Zusammenarbeit.

Der Mehrwert für das Unternehmen besteht auch in diesem Jahr darin, dass die Studierenden Lösungen für konkrete Herausforderungen aus der Praxis entwickeln, die im Idealfall direkt in die Realität umgesetzt werden können. In diesem Jahr liegt der Fokus auf IT-Themen. Das Student-Consulting-Projekt ist auf drei Monate angelegt. Initiatorin ist Prof. Dr. Dreisbach, operativ wird das Projekt von Prof. Dr. Kristina Kusanke betreut. Geschäftsführer Thomas Meyerhans, Ingo Adolphs, Technischer Leiter und Mitglied der Konzernleitung sowie Dirk Bettenwort sind die Ansprechpartner von der ALSO Deutschland GmbH.

Die Studierenden arbeiten in drei Teams. Betreut werden sie von jeweils einem Gruppencoach aus dem Unternehmen, darunter eine FH-Studentin, die kurz vor dem Master-Abschluss im Studiengang International Management and Information Systems steht. Die Aufgabe der studentischen Beratungsteams ist es, reale Situationen aus unverstellter und frischer Perspektive zu betrachten. „Für die Studierenden ist das eine tolle Gelegenheit, direkt ins Arbeitsleben einzutauchen und das zuvor erworbene Wissen in die Praxis zu transferieren“, beschreibt die Dekanin den Gewinn für die Studierenden. Zusätzlich verbessern sich durch die Kooperation die Chancen auf einen anschließenden Vertrag als Werkstudierende. Diesen Weg sind bereits einige Absolvent*innen der internationalen Studiengänge an der FH gegangen, die jetzt für das Unternehmen arbeiten.