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Aktuelle Forschungs- und Transferprojekte

Agrawissenschaften

Analyse und Optimierungspotenziale der Beratung zum PSM-Einsatz in Nordrhein-Westfalen

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Kurztitel: Beratung PSM

Laufzeit: 01.05.2024 - 31.03.2026

Kurzbeschreibung

Der Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel (PSM) in der Landwirtschaft hat Auswirkungen auf Wasser, Umwelt, Natur und Biodiversität. Bisherige Instrumente, um die Belastung von Gewässern und Böden sowie die Gefährdung der biologischen Vielfalt zu reduzieren, sind der „Nationale Aktionsplan der Bundesregierung zur nachhaltigen Anwendung von Pflanzenschutzmitteln“ sowie eine konsequente Kontrolle der Anwendungsauflagen zum Schutz von Ökosystemen. Die gesetzlichen Vorgaben und Anwendungsvorgaben sowie auch die Prinzipien des Integrierten Pflanzenschutzes (IPS) bieten der landwirtschaftlichen Praxis seit jeher erhebliche Handlungsspielräume beim Einsatz von chemischem Pflanzenschutz, die bisher nicht zu einer nachhaltig wirksamen Reduktion des PSM-Einsatzes geführt haben. Deshalb sollen mit dem Vorhaben die Beratungsstruktur und die Beratungsinhalte zum Pflanzen-schutzmitteleinsatz landwirtschaftlicher Betriebe in NRW analysiert und im Hinblick auf eine Weiterentwicklung untersucht werden. Über einen Methodenmix aus qualitativer und quantitativer Forschung soll untersucht werden, welcher Beratungsbedarf zum PSM-Einsatz auf den Betrieben vorliegt, welche Beratungsmuster und -inhalte bei unterschiedlichen Beratungsorganisationen (Landwirtschaftskammer, Industrieberatung, Beratung durch Agrarhandel, Privatberatung) zur Anwendung kommen und wie Beratungsleistungen und -empfehlungen seitens der landwirtschaftlichen Praxis bewertet und umgesetzt werden. Ein besonderer Fokus soll auf digitale Prognose- und Beratungstools gelegt werden. Als Haupterhebung wird eine Online-Befragung bei landwirtschaftlichen Betriebsleiter:innen durchgeführt. Bei einem kleineren Teil der Stichprobe sollen zusätzlich mittels Implizitem Assoziationstest (IAT) Einstellungsmuster mit Bezug zum Pflanzenschutz und zur Beratung gemessen werden. Die Ergebnisse werden über einen Validierungsworkshop mit unterschiedlichen Akteur*innen aus dem Bereich PSM-Beratung diskutiert und in konkrete Handlungsempfehlungen für Politik und Beratung überführt. Um die Ergebnisse frühzeitig in die landwirtschaftliche Praxis zu tragen und mit der Praxis zu validieren, ist in vier unterschiedlichen Regionen in NRW jeweils ein Workshop mit Praktiker*innen geplant. Schlussendlich sollen Entwicklungsperspektiven für die Beratung zum PSM-Einsatz abgeleitet werden, die bei landwirtschaftlichen Betrieben in NRW eine hohe Akzeptanz erwarten lassen und die letztlich dazu beitragen, den Einsatz chemischer Pflanzenschutzmittel zu reduzieren.

Leitung / Kontakt

Wissenschaftliche Mitarbeiter*innen

Ausführende Stelle

Fachhochschule Südwestfalen, Fachbereich Agrarwirtschaft, Standort Soest

Drittmittelgeber / Förderung

Ministerium für Landwirtschaft und Verbraucherschutz des Landes Nordrhein-Westfalen (MLV NRW)

„Beratung zum Pflanzenschutz anders denken?“

Abschlussworkshop im Projekt „Analyse und Optimierungspotenziale der Beratung zum PSM-Einsatz in NRW“

Zu oft sind Empfehlungen entweder zu theoretisch oder zu pauschal. Doch braucht Erfolg eine bessere Verknüpfung von Monitoring, vertrauenswürdiger Beratung und digitalen Entscheidungshilfen?

Sie sind gefragt und entscheiden mit, was sich in der Praxis bewegen soll!

In unseren Abschlussworkshops bringen wir Berater*innen, Praktiker*innen, Agrarhandel und Industrie an einen Tisch, um gemeinsam praktikable Ansätze zu entwerfen und die Beratung zum Pflanzenschutz ein Stück weiter in Richtung Zukunft zu bringen.

Im Rahmen des Forschungsprojekts untersuchen wir, wie Monitoring, beratende Begleitung und digitale Entscheidungshilfen besser verzahnt werden können, damit Empfehlungen vor Ort praxisnah, individuell und umsetzbar werden. Ziel des Abschlussworkshops ist es, Erfahrungen aus der Praxis und Ergebnisse unserer Befragung gemeinsam zu reflektieren, erfolgversprechende Beratungsansätze zu identifizieren und konkrete Handlungsempfehlungen zu formulieren.

Bitte melden Sie sich bis zum 13.03.2026 zu einem der folgenden Workshop-Termine an:

Wir freuen uns auf Ihre Teilnahme und einen spannenden Austausch mit Ihnen!