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Die Dekanin im Interview

FB Bildungs- und Gesellschaftswissenschaften

Prof. Dr. Karin Wehmeyer:
"Meine Begeisterung möchte ich an meine Studierenden weitergeben"

Seit dem 1. September 2021 ist Prof. Dr. Karin Wehmeyer Dekanin des Soester Fachbereichs Bildungs- und Gesellschaftswissenschaften. Im Interview erklärt sie, was sie an der Fachhochschule, dem Standort Soest und ihrem Fachbereich besonders schätzt, welche Ziele sie sich als Dekanin gesteckt hat und gibt Studierenden Tipps für eine erfolgreiche Zeit an der Fachhochschule und den Berufseinstieg.

Wie lange sind Sie bereits an der Fachhochschule Südwestfalen?

In Soest an der Fachhochschule bin ich seit März 2019.

Welche Fächer/Gebiete unterrichten Sie als Professorin?

Meine Schwerpunkte in der Lehre liegen im Bereich Leitung und Management. Konkret sind das Module wie Qualitätsmanagement/Qualitätsentwicklung, Sozial- und Bildungsmanagement, Personalmanagement und betriebswirtschaftliche Steuerung.

Was gefällt Ihnen an der Fachhochschule Südwestfalen?

Mir gefällt besonders gut, dass unsere Fachhochschule stark an der Praxis orientiert ist, aber trotzdem spannende und ambitionierte anwendungsorientierte Forschung betrieben wird. Damit schaffen wir für die Lehre einen wirklich guten Theorie-Praxis-Transfer. Besonders gewinnbringend für diesen Punkt ist die gute Vernetzung der Fachhochschule in die Region; hieraus ergeben sich immer wieder Kooperationen, die eine Bereicherung für die Forschung, Entwicklung und Lehre sind.

Was gefällt Ihnen an Ihrem Fachbereich Bildungs- und Gesellschaftswissenschaften?

Der Fachbereich Bildungs- und Gesellschaftswissenschaften ist ein noch sehr junger Fachbereich, der erst 2021 gegründet wurde. Genau das ist auch das Spannende an diesem Fachbereich: Es bieten sich eine Vielzahl Entwicklungsmöglichkeiten, wir haben als Team die Möglichkeit, gemeinsam den Fachbereich zu gestalten. Und die Voraussetzungen dafür sind hervorragend, wir sind im Fachbereich ein gutes Team, mit einem sehr engagierten Organisationsteam und motivierten und kreativen Kolleg*innen. Ich bin mir sicher, dass wir mit den Mitgliedern des Fachbereichs Bildungs- und Gesellschaftswissenschaften in den nächsten Jahren eine Menge auf die Beine stellen können.

Des Weiteren ist die Zusammenarbeit mit unseren Studierenden sehr angenehm. Sowohl in der Lehre als auch in der Gremienarbeit sind die Studierenden aktiv und engagiert dabei, ich habe schon viele gute Diskussionen erlebt und hoffe auch hier für die Zukunft auf weitere gute Kooperation.

Neben den tollen Menschen, die dem Fachbereich angehören, haben wir aber auch eine hervorragende Ausstattung. In unserem neuen Bürogebäude in der Detmolder Straße sind wir zwar nicht mehr direkt am Campus, haben dafür aber neue schön gestaltete Räume und ganz neue Ressourcen wie den Bewegungsraum und das Videolabor dazugewonnen.

Was gefällt Ihnen am Standort Soest?

Der Standort Soest ist einfach ein wirklich toller Ort zum Lernen und Arbeiten. Allein durch das Außengelände komme ich immer wieder gerne an meinen Arbeitsplatz. Aber auch die Ausstattung der Gebäude ist sehr gut. Wir haben am Standort Soest ein gutes Miteinander zwischen den vier Fachbereichen. Das und noch vieles mehr führt dazu, dass ich mich bei uns am Campus einfach wohlfühle.

Worin sehen Sie Ihre Aufgabe als Dekanin?

Ich möchte unseren Fachbereich gemeinsam mit den Kolleginnen und Kollegen und dem gesamten Team weiterentwickeln. Wir haben noch so viele Möglichkeiten, mir ist es wichtig, dass wir in der kindheitspädagogischen Fachwelt noch präsenter werden und hier auch unser eigenes Profil entwickeln und nach außen tragen. Mir ist aber ebenso wichtig, dass wir als Fachbereich unsere Identität finden und uns nach der erfolgreichen Aufbauphase auch fachlich stärken. Mir sind Räume für Diskussion, Reflexion und Partizipation wichtig.

Welche Tipps können Sie Studierenden Ihres Fachbereiches für den Einstieg ins Berufsleben geben?

Nutzen Sie die Möglichkeiten, die Ihnen die Fachhochschule bietet. Sie erlangen hier eine breite Wissensbasis, mit der Sie selbstbewusst ins Berufsleben starten können. Sie können hier auch Netzwerke knüpfen, die Ihnen im späteren Berufsleben nützlich sein können. Die Lage auf dem Arbeitsmarkt für Kindheitspädagog*innen kann wirklich als hervorragend bezeichnet werden, es gibt einen großen Bedarf an gut ausgebildeten Fachkräften in unserem Bereich. Daher schauen Sie sich Ihren zukünftigen Arbeitgeber gut an – vertreten Sie dieselben Werte, gibt es Weiterentwicklungsmöglichkeiten, können Sie Ihre Kompetenzen und Fähigkeiten in die Arbeit einbringen?

Welche Tipps können Sie Studierenden für das Studium an der Fachhochschule Südwestfalen geben?

Ein wichtiger Tipp ist: Besuchen Sie die Vorlesungen, Übungen und Module, das heißt, sie ernst zu nehmen, vor- und nachzubereiten und dabei auch mal unsere Bibliothek zu nutzen. Im Präsenzstudium ist das Studium Ihr Hauptjob, nicht Ihr Nebenjob. Für empfehlenswert halte ich auch, dass man mit Kommilitoninnen und Kommilitonen Lerngruppen bildet.

Ihr Studium lebt davon, dass Sie sich engagieren und sich selbst organisieren können. Sie müssen Ihre Semester- und Prüfungsplanung selber in die Hand nehmen, das übernimmt keiner für Sie.

Das Studium der Kindheitspädagogik bietet Ihnen eine Fülle von Möglichkeiten, Ihr Wissen zu erweitern, sich selber, die eigenen Kompetenzen und Fähigkeiten zu reflektieren. Auch neben den Seminaren können Sie viele wertvolle Erfahrungen machen. Also genießen Sie Ihr Studium, nehmen Sie so viel wie möglich mit und versuchen Sie nicht nur, schnellstmöglich alles abzuschließen.

Wie sind Sie Professorin geworden?

Ich habe nach meinem Studium einige Jahre in der pädagogischen Praxis gearbeitet und habe dann als wissenschaftliche Mitarbeiterin an der technischen Universität Dortmund am „Institut für Sozialpädagogik, Pädagogik der frühen Kindheit und Erwachsenenbildung“ gearbeitet. Als sich dann die Möglichkeit ergab, als Professorin im Bereich der Kindheitspädagogik zu arbeiten, habe ich zugegriffen.

Was gefällt Ihnen an Ihrem Beruf?

Mir macht besonders die Lehre sehr viel Freude. Ich kann mich sehr für meine Themenbereiche begeistern und hoffe, dass ich diese Begeisterung an meine Studierenden weitergeben kann.