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Ökologie und Nachhaltigkeitsmanagement B.Sc. (geplant)

Soest

Ökologie und Nachhaltigkeitsmanagement B.Sc. (geplant)

Mit dem Bachelor Ökologie und Nachhaltigkeitsmanagement möchte die Fachhochschule Südwestfalen künftig denjenigen ein Angebot machen, die land- und forstwirtschaftsnah sowie allgemein im Nachhaltigkeitsmanagement oder Klimaschutz als aufkommenden neuen Berufsfeldern ihre berufliche Zukunft sehen. Wert wird dabei auf fachliche Breite und das Verständnis unternehmerischer und gesellschaftlicher Prozesse gelegt.

Laufendes Akkreditierungsverfahren

Dieser Studiengang durchläuft derzeit eine Akkreditierung. Im Rahmen dieser Akkreditierung kann es zu inhaltlichen Änderungen und Anpassungen kommen. Der Studiengang startet voraussichtlich zum Wintersemester 2023/24.

Das Studium Ökologie und Nachhaltigkeitsmanagement im Überblick

An wen richtet sich der Studiengang und welche Perspektiven bietet er?

Zukunftsauftrag Nachhaltigkeit

Die Gefährdung der Ökosysteme und natürlichen Lebensgrundlagen, der Rückgang der Artenvielfalt und der Klimawandel sind die wichtigsten Zukunftsfragen unserer Zeit. Reden darüber alleine hilft nicht – es müssen Lösungen her. Wie kann die Menschheit verantwortungsvoll mit Ressourcen umgehen? Wie können Klimawandel und Verlust der Artenvielfalt gestoppt werden? Welche Rolle können und sollen Unternehmen dabei spielen? Mit welchen neuen Ideen und Konzepten können Land-, Ernährungs- und Forstwirtschaft sowie die Wirtschaft allgemein verantwortlich gestaltet werden, so dass nicht nur die Lebensgrundlagen geschützt, sondern auch der Wohlstand der Gesellschaft für die Zukunft gesichert ist? Mit den UN-Nachhaltigkeitszielen der „Agenda 2030“ und dem Europäischen „Green Deal“ sind die Ziele gesetzt und die Wege vorgezeichnet – es fehlen nun die Expert*innen, die uns mit Engagement und Sachkenntnis auf diesem Weg voranbringen!

Zielgruppe

Für alle, die den Schutz der Lebensgrundlagen und die Transformation der Wirtschaft und Gesellschaft zu zukunftsfähigen Systemen zu ihrer beruflichen Aufgabe machen wollen, ist das Studium Ökologie und Nachhaltigkeitsmanagement das ideale Angebot. Dabei stehen die Ökologie von Landnutzungssystemen sowie Prozesse der Land-, Ernährungs- und Forstwirtschaft sowie des weiteren Feldes der Bioökonomie im Vordergrund. Der Studiengang bietet eine breite und anwendungsbezogene Ausbildung. Geht es zunächst um ökologisches Basiswissen mit naturwissenschaftlichen und ökonomischen Grundlagen, so ist eine individuelle Schwerpunktsetzung später möglich.

Die Grundlagen in den naturwissenschaftlichen und ökonomischen Fächern sind die Basis für die spätere Vertiefung zur umfassenden Bewertung von Umwelt- und Klimawirkungen von Landnutzungsverfahren und Produktionsaktivitäten, zur Nachhaltigkeitskommunikation, zu Methoden der Ökobilanzierung und zum Nachhaltigkeitsmanagement. Praktisches Lernen hat dabei einen hohen Stellenwert. So verfügt der Fachbereich über eine eigene landnutzungsökologische Versuchsstation, über spezialisierte Analytik und Labore und weitere landwirtschaftliche Versuchseinrichtungen.

Berufliche Perspektiven

Auf Absolvent*innen des Bachelor-Studiengangs Ökologie und Nachhaltigkeitsmanagement wartet ein vielseitiges Berufsfeld, das in Zukunft dynamisch wachsen wird.

  • Sie können im Natur- und Umweltschutz, in der Politik, in der Forschung, im Medienbereich und im Consultingbereich vielfältige Aufgaben übernehmen.
  • Sie können in Unternehmen und Organisationen an der Entwicklung umwelt- und klimagerechter Landnutzungsverfahren und Produktionsprozessen mitarbeiten.
  • Als Nachhaltigkeitsmanager*innen für Behörden, Organisationen und Unternehmen arbeiten sie federführend an Nachhaltigkeitsstrategien und setzen diese in ihrem Wirkungsbereich um.
  • Vertraut mit aktuellen Methoden der Erfassung von Umwelt- und Klimawirkungen und der Ökobilanzierung, können sie Umwelt- und Biodiversitätsmonitoring und -beratung übernehmen oder sich im kommenden Feld der Emissionssteuerung und des Emissionshandels engagieren.
  • Sie können die Nachhaltigkeit von Unternehmen und Organisationen bewerten und zertifizieren.
  • Sie können in Unternehmen der Bioökonomie mitarbeiten oder auch selbst ein eigenes Start-up gründen.

Versehen mit vertieften Kenntnissen zu Land-, Forst- und Ernährungswirtschaft und Verständnis für die Arbeitsweise von Unternehmen bringen sie die Anforderungen des Umwelt- und Klimaschutzes und die wirtschaftlichen Erfordernisse in Einklang.

Wie ist das Studium Ökologie und Nachhaltigkeitsmanagement aufgebaut?

Die Regelstudienzeit beträgt wahlweise sechs oder sieben Semester. Studierende können sich bis zum Ende des fünften Semesters für eine der beiden Varianten entscheiden.

Inhalt des Studiums

Die ersten beiden Semester bilden das Grundlagenstudium, das weitgehend gemeinsam mit Studierenden der anderen Bachelor-Studiengänge des Fachbereichs absolviert wird. Bis zum Ende des zweiten Semesters ist ein Wechsel zu einem anderen Bachelorstudiengang des Fachbereichs deshalb einfach möglich; Studierende brauchen sich daher nicht von Anfang an festzulegen. Aufbauend auf dem Grundlagenstudium werden im weiteren Studienverlauf vertiefende Fachkenntnisse auf breiter Basis anwendungsbezogen vermittelt.

Zusätzlich zu den Pflichtmodulen können je nach persönlichem Interesse individuelle fachliche Schwerpunkte gewählt werden. Das breite Spektrum von Wahlpflichtfächern umfasst nicht nur Angebote aus dem Studiengang Ökologie und Nachhaltigkeitsmanagement. Es können zahlreiche weitere Fächer aus den Studiengängen Agrarwirtschaft, Nachhaltige Ernährungssysteme sowie Agrarwirtschaft – Data Science belegt werden. Insgesamt steht den Studierenden ein Katalog mit 58 Wahlpflichtangeboten, die jeweils einem der 7 Wahlpflichtfachcontainern zugeordnet sind, zur Verfügung. Im sechssemestrigen Studiengang sind 7 Wahlpflichtmodule (WPM) zu wählen, im siebensemestrigen Studiengang 9. Von den zu belegenden Wahlpflichtmodulen müssen mindestens 4 aus dem Container „Ökologie und Nachhaltigkeitsmanagement“ gewählt werden. Weitere Fächer können die Studierende als Zusatzmodule besuchen.

Im siebensemestrigen Studiengang ist eine Praxisphase von 14 Wochen vorgesehen. Diese kann in einem breiten Spektrum von Branchen absolviert werden. Dazu zählen beispielsweise:

  • Betriebe und Behörden aus Land- und Forstwirtschaft;
  • Betriebe und Behörden aus Natur- und Umweltschutz;
  • Planungs- und Consulting-Unternehmen mit Bezug zu Natur und Umwelt;
  • Biologische Stationen und Naturschutzverbände;
  • Unternehmen aus dem Bereich der Bioökonomie

Studierende erwerben hier weitere praktische Kenntnisse, entwickeln eine Idee für die Abschlussarbeit oder knüpfen erste Kontakte zu möglichen späteren Arbeitgebern.

Zum Abschluss des Studiums leisten Studierende eine praxisbezogene Bachelorarbeit sowie eine mündliche Prüfung, das Kolloquium. Aufbauend auf dem Bachelorstudiengang können Absolvent*innen einen der Masterstudiengänge des Fachbereichs Agrarwirtschaft oder an einer anderen Hochschule anschließen.

Fragen zum Studiengang oder zur Studienwahl?

Das Team der Allgemeinen Studienberatung hilft Ihnen gerne weiter.

Weitere Ansprechpartner*innen finden Sie hier.