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Robotik B.Eng.

Hagen

Studierende betätigt eine Maschine

Studentische Projekte

Zum Studiengang Robotik gehören neben Vorlesungen praxisorientierte Projekte, Laborarbeiten und Exkursionen. Auf dieser Seite erhalten Sie Einblicke in studentische Projekte, Wettbewerbe oder Exkursionen. Sehen Sie, wie praktische Übungen, Teamarbeit und reale Anwendungen das Studium ergänzen und wichtige berufliche Kompetenzen vermitteln.

Wenn Mäuse durch Sümpfe müssen

Hagener Robotik-Studenten glänzen bei Micromouse Competition in Ipswitch

Fünf Studierende des Studiengangs Robotik der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen haben bei einer Exkursion ins englische Ipswitch an einer internationalen Micromouse Competition teilgenommen. Und das überaus erfolgreich. Alle Hagener Mäuse erreichten ihr Ziel und schafften es damit, das Labyrinth mit all seinen Sümpfen und Schikanen zu bezwingen.

Was für eine Exkursion. Pickepackevoll mit Vorträgen, Erfolgen, Mäusen und einem Labyrinth, das sich als harter Gegner erwies. Was die fünf Robotik-Studenten der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen im englischen Ipswitch erlebten, hatte es wahrlich in sich. Ihre Mission: Sie sollten ihren elektronischen Mikromäusen den Weg durch ein riesiges, unbekanntes Labyrinth beibringen. Micromouse Competiton heißt das in der Landessprache. Dass die Mäuse bei diesem internationalen Wettbewerb ihren Weg zum Ziel alleine finden müssen, versteht sich dabei von selbst.

Nach einem glatt gelaufenen Anreisetag ging es am nächsten Morgen, ausgeschlafen und hochmotiviert, in die St. Albans Catholic High School. Die ersten Vorträge begannen direkt um 9 Uhr. Themen waren neben Linienfolgern, optischen Sensoren, Python für Micromouse und der nächsten Generation der UKMarsBot- Micromouse auch Trajectorienplanning, Slip-Detection und PCB-Trace Widths and Management. Die drei letztgenannten Themen präsentierten die Hagener Studenten in drei Teams. Das Ganze natürlich auf Englisch in England vor Engländern. Eine echte Herausforderung also. „Das haben sie wirklich hervorragend gelöst“, resümiert Prof. Dr. Dirk Berben, der die Studenten nach England begleitet hatte.

Danach sollten Menschen und Mäuse ihren Gegner endlich kennenlernen. Das Labyrinth. Quadratisch. 16 mal 16 Kacheln. Jede Kachel 18 x 18 Quadratzentimeter groß. Startpunkt in der Ecke, Ziel in der Mitte. Dazwischen reichlich Wände, Hindernisse und Schikanen. Dafür haben die Mäuse jeweils zehn Minuten Zeit. In dieser Zeit darf jede Maus maximal fünfmal starten. Der schnellste Lauf bis zur Mitte gewinnt. Da sich das Labyrinth in Ipswitch in wichtigen Parametern vom Heim- und Trainingslabyrinth an der Hagener Hochschule unterscheidet, war vor dem Start eine kurze Neukalibration sowie letzte Optimierungen am Code erforderlich. Nach vier anspruchsvollen Stunden Arbeit am Feinschliff konnte es dann aber endlich losgehen

Zunächst bekamen es die Mäuse mit dem so genannten Swamp – zu Deutsch „Sumpf“ – zu tun. Hier hat die Micromouse keine wirkliche Möglichkeit ihren Drehwinkel anhand der Wand zu korrigieren. Fehler in der Dreh-Routine addieren sich und führen nach kurzer Zeit zu Wandkontakt, was normalerweise den Run beendet. Aus die Maus.

Der Kamm unten rechts im Labyrinth ist aufgrund der vielen Sackgassen, zwar relativ stabil zu durchsuchen, im Renn-Durchlauf nach der Erkundung des Labyrinths fährt die Micromouse hier allerdings gerade durch. Stimmt der Winkel beim Einfahren nicht genau, ist es sehr wahrscheinlich, dass die Micromouse einen der Pfosten des Kamms trifft. Auch damit ist der Run normalerweise beendet. Der ZigZag oberhalb der Mitte testet die Toleranzen in der Drehwinkelregelung der Micromouse insgesamt 14 mal.

Trotz des überaus herausfordernden Labyrinthes mit all seinen Schikanen verlief das Rennen für die Hagener Studenten äußerst erfolgreich. Von 17 gestarteten Mäusen erreichten nur 13 das Ziel. Darunter alle aus Hagen. Allein das ist eine beeindruckende Leistung. Die Plätze fünf, sieben und elf waren dann das Sahnehäubchen auf eine erfolgreiche und rundum gelungene Exkursion.

Der Start bei diesem Wettbewerb dürfte den Teilnehmern länger im Gedächtnis bleiben. Großer Dank gilt dem Fachbereich Elektrotechnik und Informationstechnik sowie dem Verein der Freunde der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen für die großzügige Unterstützung.

externer Inhalt (Youtube)

Im Video sehen Sie eine Micromouse im Hagener Labyrinth in Aktion.