Zum Inhalt springen

Prof. Dipl.-Ing. Gerald Lange

FB Technische Betriebswirtschaft Hagen

Lehrgebiete

  • Grundlagen in der Gebäudesystemtechnik
  • Grundlagen der Thermodynamik, Strömungstechnik und Werkstofftechnik
  • Regenerative Energiesysteme
  • Heizungs-, - Klima- und Sanitärtechnik
  • Energieversorgungssysteme

Vertiefungen

  • Gebäudesystemtechnik im Niedrigstenergiegebäude und Passivhaus
  • Nutzung thermischer Solarenergie
  • Raumlufttechnik

Sprechzeiten während der Vorlesungszeit (Präsenzsemester)

Lüdenscheid, Mittwochs, 11.30 Uhr bis 12.00 Uhr, Raum Ls 2.18 (per Mail vorab anmelden)

Hagen, Donnerstags, 11.15 Uhr bis 11.45 Uhr, Raum H 213 (per Mail vorab anmelden)

Sprechzeiten oder Termine außerhalb der o.g. Sprechzeiten können per Mail oder Telefon für Hagen oder Lüdenscheid vereinbart werden. Ergänzend können Sie in den Moodle-Kursen für die Veranstaltungen Termine vereinbaren.

Labor für Gebäudetechnik

Gebäude: Bahnhofsallee 5, Lüdenscheid, Raum: 2.14
Ansprechpartner: G. Lange

Das Labor unterstützt und ergänzt die Fächer/Module Grundlagen der Gebäudetechnik, Regenerative Energiesysteme, Energieversorgungssysteme, Heizung/Klima/Sanitär sowie (Einführung in die Messtechnik, Messen-Steuern-Regeln).

Das Labor für Gebäudetechnik dient zur die Durchführung von Praktika und bietet ein gut ausgestattetes Umfeld für die Durchführung von Projekt-, Seminar- und Abschlussarbeiten (Themen nach Absprache).

Laborausstattung:

Heizungstechnik

Installiert sind vier Wärmeerzeugerprüfstände, an denen verschiedene Wärmeerzeuger bis 30 kW betrieben werden können, derzeit angeschlossen und in die Praktika eingebunden sind eine Gas-Brennwerttherme und ein Pelletofen.

Im Aufbau befindet sich eine thermische Solaranlage.

Sanitärtechnik

An einer Installationswand können eine Thermostatmischbatterie und eine Einhebelmischarmatur betrieben werden. Eine Frischwasserstation (Warmwasser-Wärmeübertrager für Solarpufferspeicher) dient zur Bereitung von Warmwasser für die Prüfungen mit den Armaturen und kann auch für sich selbst betrachtet werden.

Lüftungstechnik

Ein 1200m³/h Kompaktlüftungsgerät mit Wärmerückgewinnung, elektrischem Vorerhitzer und wasserführendem Nachheizregister versorgt die Räume 2.14 und 2.15 (Labor für Gebäudesystemtechnik) mit Außenluft.

Messtechnik

Sämtliche Prüfstände sind ausgestattet mit Thermoelementen, Pt100, magnetisch-induktiven Durchflussmessern oder manuell ablesbaren Schwebekörperdurchflussmessern. Das Labor verfügt über Gaszähler mit Impulsausgang, mobile Klimamessgeräte und mobile Abgasanalysegeräte. Es ist ein modernes Messdatenerfassungssystem im Einsatz, mit dem sehr flexibel auf mögliche neue Prüfaufgaben reagiert werden kann.

Regelungstechnik

Mithilfe der Messdatenerfassungssysteme können einfache Regelaufgaben programmiert werden. Dies ist ebenfalls mit der WAGO SPS möglich. Interessanter Aspekt der Wärmeerzeugerprüfstände ist, dass die Wärme, die während der Praktika von den Wärmeerzeugern abgegeben wird dem Gebäude zugute kommen kann, in dem sie in Pufferspeicher im Keller des Gebäudes geleitet wird.

Praktika

Durchgeführte Praktika erfolgen praxisorientiert in Anlehnung an gängige Normen aus den entsprechenden Bereichen. Das Kennenlernen und Begreifen von einzelnen Anlagenkomponenten steht im Vordergrund.

Inhalt der Praktika ist u.a. die Ermittlung von Wirkungsgraden, von z.B. Wärmeerzeugern mit/ohne Kondensation der Abgase (Brennwertnutzung), Wärmerückgewinnungssystemen, Wärmeübertragern. Bestimmtes Verhalten von Temperaturen und Durchflüssen zu beobachten und Prozessabläufe zu erkennen, die dann in Prüfberichten zusammengefasst werden, sollen eine Vorbereitung auf Abschluss- oder Semesterarbeiten sein.

Die Verknüpfung verschiedener Module des Studiums sorgt für ein Gesamtbild während der höheren Studiensemester.

Lehrveranstaltungen

Grundlagen der Gebäudetechnik (Pflichtfach 4 SWS, 1. Sem.)

Heizungs-, Lüftungs- und Sanitärtechnik

In diesem Modul erlernen Sie die Grundlagen der Gebäudetechnik. Diese seminaristische Veranstaltung beinhaltet Übungen anhand von im Gebäude der Fachhochschule installierter Gebäudetechnik.

In diesem Modul erlernen Sie die Grundlagen der Gebäudetechnik. Diese seminaristische Veranstaltung beinhaltet Übungen anhand von im Gebäude der Fachhochschule installierter Gebäudetechnik.

Grundlagen der Thermodynamik, Strömungstechnik und Werkstofftechnik (Pflichtfach 4 SWS, 2. Sem.)

Thermodynamik, Strömungstechnik und Werkstofftechnik

Diese Veranstaltung bestehend aus Vorlesungen, Übungen und einem Laborpraktikum vertieft die im ersten Semester gewonnenen Kenntnisse aus dem Modul Grundlagen der Physik. Zum Beispiel werden Versuche zur Wärmedehnung von Stoffen, zu Pumpenkennlinien, zu Strömungswiderständen und zur Ermittlung des Lambda-Wertes durchgeführt.

Regenerative Energiesysteme (Pflichtfach 4 SWS, 3. Sem.)

Regenerative Energieysteme in der Gebäudetechnk zur Wärme- und Stromerzeugung.

Regenerative Energien sind reguläre Bestandteile von Gesamtsystemen. Sie beherrschen nach dieser Veranstaltung die Grundlagen der Solarenergie, Geothermie, Biomasse, Windkraft und Wasserkraft. Diese Systeme werden in die Gebäudetechnik integriert und Sie verfügen über grundständiges Wissen zur Auslegung regenerativer Energiesysteme. Eine Hausarbeit mit Präsentation ist Bestandteil der Veranstaltung.

Solartechnik für Wohngebäude (Sondergebiete Ingenieurwissenschaften 2 SWS, WS)

Einführung in die Technik von Solaranlagen zur Wärme- und Stromerzeugung.

Diese seminaristische Veranstaltung vermittelt Ihnen die Grundlagen der energetischen Nutzung der Solarenergie. Diese Energiequelle wird zukünftig ein wichtiger Bestandteil bei der Wärme- und Stromversorgung von Gebäuden sein.

Grundlagen der Solarstrahlung, die thermische Nutzung, Systeme zur Stromerzeugung sind die Meilensteine der Veranstaltung. Die Projektierung einer Anlage zur Nutzung der Solarenergie wird gemeinsam erarbeitet. Mittels Simulationsprogrammen wird der erwartete Solarertrag ermittelt.

Geplanter Bestandteil der Veranstaltung ist eine Exkursion z.B. zur Intersolar. Die Prüfung besteht aus der Präsentation in der von Ihnen ausgewählten Vertiefung und einer schriftlichen Hausarbeit.

Teilnehmen können Wirtschaftsingenieure ab dem 3. Semester.

Energetische Sanierung eines Gebäudes mit Passivhauskomponenten (Sondergebiete Ingenieurwissenschaften 2 SWS, WS)

Diese seminaristische Veranstaltung vermittelt Ihnen die Grundlagen der energetischen Sanierung von Gebäuden mit Passivhauskomponenten. Sie lernen die unterschiedlichen energetischen Standards von Gebäuden. Ein Passivhaus ist z. B. ein effizientes Gebäude mit sehr geringem Heizenergieverbrauch von maximal 15 kWh/m²a. Dieser Standard setzt sich immer weiter durch und entspricht ungefähr dem 2020 geforderten Niedrigstenergiehaus. In Frankfurt müssen z.B. alle öffentlichen Gebäude im Passivhausstandard erstellt oder saniert werden.

Die Berechnung eines Musterobjektes mittels dem Passivhausprojektierungspaketes PHPP und der Vergleich zu Berechnungen nach DIN EN 12831 und ENEV wird an einem Mustergrundriss durchgeführt.

Sie erstellen anhand eines von Ihnen gewählten Gebäudes ein Konzept zur energetischen Sanierung und nutzen das PHPP zur rechnerischen Ermittlung des zukünftigen Heizenergieverbrauchs. Wärmebrücken und Luftdichtigkeit, als zentraler Bestandteil von Effizienzhäusern, können Sie erkennen und beurteilen. Details bei der Konstruktion sehen Sie anhand von Planungsunterlagen ausgeführter Gebäude.

Der Projektablauf eines Passivhauses mittels eines Bauzeitenplanes und den Kriterien einer baubegleitenden Qualitätsüberwachung wird exemplarisch erarbeitet.

Bestandteil der Veranstaltung ist die Exkursion zu einem Passivhaus. Die Prüfung besteht aus der Präsentation des von Ihnen ausgewählten Gebäudes und der schriftlichen Darstellung des Energiekonzeptes.

Teilnehmen können Wirtschaftsingenieure ab dem 3. Semester.

Heizung Klima Sanitär (Pflichtfach 4 SWS, 5. Sem.)

In dieser Veranstaltung entwickeln Sie in den Gewerken Heizungstechnik, Klimatechnik und Sanitärtechnik Anlagenkonzeptionen für das Gesamtsystem Gebäude. Dieses erfolgt im Kontext mit den Gebäudeplanern um ein ganzheitliches Konzepte darzustellen. Es wird die interdisziplinäre Denk- und Handlungsweise in Bezug auf alle Gewerke in einem Bauprozess gefördert. In dem zum Modul gehörigen Praktikum führen Sie Messungen an Wärmeerzeugern, Solaranlagen und Lüftungsanlagen durch.

Sie können Systeme und Komponenten bezüglich ihrer Effizienz beurteilen. Sie sind in der Lage, interdisziplinäre Projekte zu erstellen

Energieversorgungssysteme (Pflichtfach 4 SWS, 5. Sem.)

Die unterschiedlichen Systeme zur Energieversorgung einzelner Gebäude sowie Siedlungen werden in dieser Veranstaltung vermittelt. Der Kontext in Bezug auf die Nachhaltigkeit ist ein zentrales Element. Die Endlichkeit und Verteuerung fossiler Energieträger sind Prämissen für die Studierenden bei der Auswahl der Systeme. Energiespeicherung und die Integration regenerativer Energien erkennen die Studierenden als zentrale Forderung. Anhand von Systemen mit Kraftwärmekopplung, Nah- und Fernwärmesystemen, Großkesselanlagen, RLT-Anlagen und der Betrachtung unterschiedlicher Energieträger werden Gebäude analysiert und beurteilt. Bilanziert werden die Gebäude anhand der DIN V 18599. Die Lasten werden mittels der DIN EN 12831 und VDI 2078 berechnet.

Sie können nach der Veranstaltung Gebäude, insbesondere Nichtwohngebäude, in Bezug auf den effizienten Einsatz von Energie beurteilten und Verbesserungsvorschläge erarbeiten.

Internationaler Workshop (Zusatzfach 2 SWS, ab 3. Sem.)

Diese Veranstaltung bietet jährlich einer Gruppe von Studierenden die Möglichkeit an, internationale Erfahrungen zu sammeln. Im Land einer Partnerhochschule treffen sich sechs bis acht Teams von Studierenden. Im Rahmen einer Managementsimulation werden die Studierenden in unterschiedliche virtuelle Firmen eingeteilt. In diesen internationalen Gruppen werden die Entscheidungen zur Produktion von drei Produkten getroffen.

Informationen zu diesem Modul bekommen Sie bei Prof. Gerald Lange (Modulverantwortlicher) und Christoph Glatz

Zur Person

Vita

  • 1987 Fachoberschule Technik, Nienburg
  • 1984 Zentralheizungs-und Lüftungsbauerausbildung
  • 1986 Gas-und Wasserinstallateursausbildung
  • 1989 Ausbildung zum Rettungssanitäter im Rahmen des Zivildienstes
  • 1995 Dipl.-Ing. (FH) Versorgungstechnik (Technische Gebäudeausrüstung, Fachhochschule Köln
  • 2009 Master Technische Redaktion, Fachhochschule Hannover
  • 1995 Inhaber der Firma Gerald Lange Haustechnik GmbH, Liebenau
  • 1997 Öffentlich bestellter Sachverständiger des Handwerks der Handwerkskammer Hannover
  • 2006 Technik-Obmann Innung Sanitär- und Heizungstechnik Nienburg/Weser
  • Mitglied des VDI Fachbeirates Gebäudetechnik
  • 2011 Professur für Gebäudetechnik an der Fachhochschule Südwestfalen

Vorträge

2017
  • Herbsttagung FV SHK Niedersachsen in Hannover - Smart-Buildung - Marktchancen und Technik
2016
  • Bundesfachtagung ZVSHK St. Augustin - VOB ATV DIN 18379; 18380; 18381, Welche Änderungen ergeben sich durch die Überarbeitung?
2015
  • Fachverband Baden-Württemberg - Anforderungen an Planung und Installation von Heizungs-und Lüftungsanlagen in Passivhäuser
  • Landesverbandstagung Niedersachsen - Smarthome nur mit Smartphone ? Vernetzung und Regelung in der Haustechnik (mit Christoph Bullach)
2014
  • Bundesfachtagung ZVSHK Potsdam - Darstellung unterschiedlicher Luftverteilsysteme im Niedrigstenergiehaus
2013
  • DVGW Fachtagung NRW 2013 - Förderung der Kommunikation zwischen Unternehmen, Fachhochschulen und Studenten
2011
  • Darstellung unterschiedlicher Luftverteilsystem im Wohnungsbau, Passivhaustagung Innsbruck
2010
  • Heizungstechnik in Häusern mit niedrigen Heizlasten in Bezug auf die ENEV 2009 Fachverband für Sanitär- und Heizungstechnik Nds.
2009
  • Heizungssysteme im Passivhaus, Fachausschuss für Sanitär und Hei-zungstechnik, Remscheid
2008
  • Ein Haus ohne Heizung - oder mehr Umsatz?, Bundesfachtagung Zentralverband Sanitär Heizung Klima, St. Augustin
  • Der Energieausweis und Energiesparmaßnahmen- Rechtliche Rahmen-bedingungen und die Umsetzung von Energiesparmaßnahmen in der Praxis, Lions, Nienburg
2007
  • Moderne Heizsysteme im Einfamilienhaus, VHS-Vortragsreihe Bauen/Wohnen und Energiesparen, Nienburg
  • Solaranlagen für Ein- und Zweifamilienhäuser, Erfahrungen, Technik und Marktpotential, ECOS Gesellschaft für Entwicklung und Consulting Osnabrück mbH Centrum für Umwelt und Technologie Osnabrück (C.U.T.), Osnabrück
2005
  • Solarseminar- Wärme von der Sonne, GTZ-Seminar, Öko-Center, Tscholponata, Issyk-Kul, Kirgistan

Nützliche Links