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Bibliothek

Forschungsnahe Dienste: Publikationsdienstleistungen

Bibliothek Titelbild 1920

Publikationsdienstleistungen

Die Bibliothek unterstützt die Wissenschaftler*innen der FH Südwestfalen bei gedruckten und elektronischen Publikationsvorhaben.

Auf den folgenden Seiten finden Sie allgemeine Informationen zu Open-Access-Veröffentlichungen und deren Förderung an der Fachhochschule Südwestfalen, dem bundesweiten Projekt DEAL, unserem Publikationsserver sowie zur ISBN- und DOI-Vergabe.

Sollten Fragen unbeantwortet bleiben, so wenden Sie sich an publikationen@fh-swf.de.

Open Access zum Einlesen

Definition und Entwicklung

Open Access meint den freien, d. h. kostenlosen sowie rechtlich und technisch uneingeschränkten Zugang zu wissenschaftlicher Information. Dieser wird über Online-Publikationen sichergestellt, die jenseits lizenzrechtlicher Schranken abrufbar sind und damit die Sichtbarkeit und Reichweite von Forschungsergebnissen erhöhen.

Der kostenlose Zugriff ist im Rahmen der Open-Access-Transformation eine Folge veränderter Finanzströme: An die Stelle des subskriptionsbasierten Finanzierungsmodells, bei dem Lizenzen gekauft werden, tritt das publikationsbasierte Finanzierungsmodell, das Kosten für die Veröffentlichung von Open-Access-Beiträgen vorsieht.

Hintergrund dieser Entwicklung ist die sogenannte Zeitschriftenkrise der 1990er Jahre: Während die Zeitschriftenabonnements im Bereich der STM-Fächer (Science, Technology, Medicine) überproportionalen Preissteigerungen unterlagen, stagnierten die Etats wissenschaftlicher Bibliotheken oder waren z. T. sogar rückläufig. In der Folge mussten viele Bibliotheken ihre Abonnements kündigen, was den Preis aufseiten der Verlage weiter ansteigen ließ. Durch die Digitalisierung wurden zwar vermehrt E-Journals paketweise im Rahmen sogenannter Big Deals erworben, aber auch hier kam es zu regelmäßigen Preissteigerungen. Vor diesem Hintergrund formierte sich die Open-Access-Bewegung, die sich die Vorteile der Digitalisierung ohne die Nachteile ausschließender und überteuerter Lizenzen zunutze machen wollte.

Initiativen, Strategien und Projekte

Mehrere Initiativen setzen sich seit Beginn des neuen Jahrtausends für Open Access ein: 2001 nutzte die Budapest Open Access Initiative den Begriff erstmals für die freie Verfügbarkeit wissenschaftlicher Information über das Internet und legte zugleich den Grundstein für die zwei in den Folgejahren vorherrschenden Veröffentlichungsarten – Archivierung bereits publizierter Beiträge (grüner Weg) und die erstmalige Publikation in peer-reviewed Open-Access-Journals (goldener Weg). Diese Initiative aufgreifend, bekannte sich die Berliner Erklärung 2003 dazu, das Internet als Instrument einer globalen Grundlage wissenschaftlicher Erkenntnisse und menschlicher Reflexion zu fördern, und befürwortete den angestrebten Paradigmenwechsel.

Seit diesen Anfängen setzen sich vermehrt Initiativen für die konkrete Umsetzung der Open-Access-Transformation ein. Die folgende Auflistung bietet eine Auswahl:

  • Die globale Initiative OA2020 verfolgt das Ziel, die Umstellung des Subskriptionsmodells, bei dem Bibliotheken für den Zugang zu elektronischen Publikationen kostspielige Lizenzen erwerben müssen, auf ein Open-Access-Publikationsmodell zu forcieren. Auf nationaler Ebene wurde diese Transformation vom Nationalen Open-Access-Kontaktpunkt OA2020-DE angestrebt, u. a. durch Vernetzung und Entwicklung von Finanzierungsmodellen und Verhandlungsstrategien im Umgang mit Verlagen.
  • Der von einem internationalen Konsortium entwickelte Plan S forderte, dass wissenschaftliche Publikationen, die im Rahmen öffentlich geförderter Forschungen entstanden sind, ab 2021 als Open Access veröffentlicht werden. Gerade bei diesen Finanzierungsmodellen soll der freie Zugang gewährleistet sein.
  • Das Bundesministerium für Bildung und Forschung hat die Strategie Open Access in Deutschland (2023) veröffentlicht, die gemeinsame Leitlinien von Bund und Ländern enthält. Erklärtes Ziel ist die Förderung der Vielfalt und Dauerhaftigkeit von Open Access, zudem soll Open Access als Standard wissenschaftlichen Publizierens von öffentlich finanzierter Forschung etabliert werden.
  • Im Rahmen des Projekts DEAL wurden bereits deutschlandweit Publish-and-Read-Vereinbarungen mit Verlagen wie Springer Nature, Wiley und Elsevier abgeschlossen, um auf Grundlage eines publikationsbasierten Finanzierungsmodells freien Zugang zum Zeitschriftenportfolio zu erhalten (s. den Unterpunkt DEAL).
  • Open Access betrifft nicht nur Forschungsbeiträge in Form von Aufsätzen oder selbstständigen Publikationen, freier Zugang wird auch im Hinblick auf Forschungsdaten gefordert. In diesem Kontext setzt sich die Initiative GO FAIR dafür ein, Daten Findable, Accessible, Interoperable und Reusable anzubieten. Diese Prinzipien strebt auch die Europäische Kommission mit der European Open Science Cloud (EOSC) zur Ablage von Forschungsdaten an.

Gründe für Open Access

Die Gründe für die Open-Access-Transformation sind vielfältig. Vor dem Hintergrund der Digitalisierung wird das Ideal des freien und schnellen Zugangs zu wissenschaftlicher Information angestrebt, vor dem Hintergrund der Zeitschriftenkrise ein transparentes Kostenmodell. Vor allem die Ergebnisse von öffentlich, durch Steuergelder finanzierten Forschungsprojekten sollen frei zugänglich sein und nicht mehrfach bezahlt werden: Finanzierung der Wissenschaftler*innen, des Publikationsprozesses inklusive Peer-Review-Verfahren und des Erwerbs der Zugangsrechte durch Bibliotheken.

Was aber sind die Vorteile von Open Access, die sich unmittelbar für Wissenschaftler*innen ergeben? Ein paar haben wir aufgelistet:

  • uneingeschränkter, schneller und kostenfreier Zugriff auf wissenschaftliche Informationen durch den Wegfall lizenzrechtlicher Vorgaben
  • gute Auffindbarkeit von Publikationen durch Volltextindexierung und die Einbindung in Suchmaschinen und Kataloge
  • erhöhte Sichtbarkeit der eigenen Publikationen durch den uneingeschränkten Zugriff sowie die gute Auffindbarkeit und, damit verbunden, höhere Zitationsraten
  • Qualitätssicherung durch Peer-Review-Verfahren
  • eindeutige nutzungsrechtliche Vorgaben zur Weiterverarbeitung wissenschaftlicher Informationen durch die Verwendung freier Lizenzen (s. den Unterpunkt Autorenrechte und Lizenzen)
  • Verbleib der Verwertungsrechte bei den Autor*innen
  • langfristige Verfügbarkeit durch die Vergabe persistenter Identifikatoren ( DOI, URN etc.)
  • gesteigerte Forschungseffizienz durch beschleunigte Publikationsprozesse und den freien Zugriff auf wissenschaftliche Informationen
  • stärkere (internationale) Zusammenarbeit innerhalb der Fachcommunity

Veröffentlichungsarten

Bereits die Budapest Open Access Initiative von 2001 nennt zwei komplementäre Strategien, um Open Access umzusetzen, nämlich den sogenannten grünen sowie den goldenen Weg.

Gold Open Access
Der goldene Weg oder Gold Open Access meint die Erstveröffentlichung eines wissenschaftlichen Beitrags in einem Open-Access-Journal, -Sammelband oder als Open-Access-Monografie. Es gelten die üblichen Qualitätsstandards wie das Peer-Review-Verfahren, über die Nutzung freier Lizenzen verbleibt das Urheberrecht zudem bei den Autor*innen und Nutzungsrechte für den weiteren Umgang mit dem Beitrag werden explizit festgelegt (s. den Unterpunkt Autorenrechte und Lizenzen). Für die Veröffentlichung fallen Publikationsgebühren an, wie eine Article Processing Charge (APC) oder eine Book Processing Charge (BPC).

Die Bibliothek kann Sie nicht im Hinblick auf ein für Ihren Fachbeitrag geeignetes Open-Access-Journal beraten. Wir möchten Sie jedoch auf einige Übersichten hinweisen:

  • Das Directory of Open Access Journals (DOAJ) liefert einen Überblick über seriöse, peer-reviewed Open-Access-Journals. Hier können Sie unter dem Reiter Search nach E-Journals und Artikeln suchen und diese im Anschluss nach Fachdisziplinen (Subjects) filtern. Alternativ ist es möglich, ein Schlagwort Ihres für die Veröffentlichung vorgesehenen Beitrags in das Suchfeld einzugeben, um nach thematisch ähnlichen Artikeln und deren übergeordneter Zeitschrift zu recherchieren.
  • Auch Pre-Prints lassen sich Open Access einer großen Fachcommunity schnell zugänglich machen. Hier haben sich fachspezifische Reihen und Dokumentenserver bewährt. Bitte hören Sie sich innerhalb Ihrer Fachcommunity um oder konsultieren Sie die fachspezifischen Informationen auf der Plattform open-access.network.

Hinweis: In der Elektronischen Zeitschriftenbibliothek (EZB) werden Open-Access-Journals mit besonderen Merkmalen versehen und lassen sich nach diesen filtern:

  • Journal ohne APC (kennzeichnet reine Open-Access-Journals ohne Publikationsgebühren)
  • Mirror Journal (kennzeichnet die vollständig frei zugängliche Version einer bestehenden Subskriptionszeitschrift)
  • Subscribe to Open (S2O) (kennzeichnet Titel, die Open Access angeboten werden, sobald eine bestimmte Anzahl von institutionellen Jahresabonnements vorliegt)

Green Open Access
Der grüne Weg oder Green Open Access bezeichnet die Zweitveröffentlichung eines bereits konventionell, also im Closed Access erschienenen Beitrags; in diesem Fall spricht man auch von (Selbst-) Archivierung. Unter Wahrung von im Rahmen der Erstveröffentlichung vertraglich festgelegten Embargofristen erfolgt die Publikation in elektronischen Archiven, auf sogenannten Publikationsservern bzw. Repositorien. Je nach inhaltlicher Ausrichtung und den Betreibern unterscheidet man zwischen fachlichen und institutionellen Repositorien: Fachliche Repositorien umfassen Beiträge einer konkreten Disziplin, deren Autor*innen unterschiedlichen Forschungseinrichtungen entstammen, während institutionelle Repositorien von überfachlichen Einrichtungen wie Bibliotheken betrieben werden und inhaltlich ein breites Spektrum an Fächern abbilden.

Möchten Sie Ihre Arbeit zweitveröffentlichen, wissen aber nicht, welches Repositorium sich hierfür eignet? Die folgenden Angebote helfen Ihnen weiter:

  • Das Registry of Open Access Repositories (ROAR) der Universität von Southampton verzeichnet weltweit betriebene, überwiegend institutionelle Repositorien. Bereits auf der Startseite kann die Suche unter dem Reiter Browse auf ein Land oder eine Materialart (Repository Type) eingegrenzt werden. Die Meldung der Repositorien erfolgt über deren Betreiber, folglich kann das Register keine Vollständigkeit beanspruchen. Achtung: Es erfolgt keine Eingangskontrolle der Meldungen.
  • Das Directory of Open Access Repositories (OpenDOAR) der Universität von Nottingham verfolgt dasselbe Ziel wie ROAR, verifiziert die eingehenden Meldungen von Repositoriumsbetreibern jedoch und bezeichnet seinen Dienst daher als „quality-assured“. Verzeichnet sind sowohl fachliche als auch institutionelle Repositorien. Bereits auf der Startseite können Sie gezielt nach einem Ihnen bekannten Repositorium suchen.
  • Die Deutsche Initiative für Netzwerkinformation e. V. (DINI) bietet eine Liste der Publikationsdienste in Deutschland, die jedoch auch Repositorien enthält, die keinen oder nur einen gewissen Anteil an Beiträgen Open Access bereitstellen. Die Initiative vergibt zudem ein Zertifikat für Dienste, die gemäß einem festgelegten Kriterienkatalog die Mindestanforderungen an Open-Access-Publikationsdienste erfüllen.
  • Fachspezifische Informationen u. a. zu geeigneten Repositorien finden Sie auf der Plattform von open-access.net.

Hinweis: Repositorien können auch für Erstveröffentlichungen genutzt werden. Entstehen hierbei weder dem bzw. der Autor*in noch dem Fachbereich Kosten, spricht man von Platinum oder Diamond Open Access.

Wie bereits angesprochen, ist im Vorfeld der Zweitveröffentlichung i. d. R. eine Embargofrist einzuhalten, die vertraglich im Rahmen der Erstveröffentlichung festgelegt wurde. Daher sollten Sie bereits bei der Closed-Access-Publikation auf einige Punkte der vertraglichen Vereinbarung achten: Räumen Sie dem Verlag nur das einfache und nicht das ausschließliche Nutzungsrecht ein oder vereinbaren Sie für das ausschließliche Nutzungsrecht eine Frist, nach der dieses wieder auf Sie übergeht. Treten Sie nicht Ihr Urheberrecht ab.

Insofern vertraglich keine anderen Regelungen getroffen wurden, treten Sie im Falle einer Zeitschriftenpublikation nach § 38 UrhG das ausschließliche Nutzungsrecht zunächst an den Verlag ab. Ist Ihr Beitrag „im Rahmen einer mindestens zur Hälfte mit öffentlichen Geldern geförderten Forschungstätigkeit entstanden“ (§ 38 UrhG, Abs. 4) und in einer Zeitschrift publiziert worden, die mindestens zweimal jährlich erscheint, so können Sie diesen zu nicht-kommerziellen Zwecken frühestens ein Jahr nach der Erstveröffentlichung ohne Änderungen (!) öffentlich zugänglich machen. Achten Sie darauf, die Quelle der Erstveröffentlichung anzugeben. Wie die genauen Embargofristen auch ausländischer Zeitschriften sind, erfahren Sie auf der Plattform Open policy finder, die Open-Access-Richtlinien von Verlagen, Zeitschriften und Forschungsförderorganisationen verzeichnet.

Hinweis: Die hier gemachten Angaben wurden zu Informationszwecken veröffentlicht und sind rechtlich nicht verbindlich.

Wussten Sie schon?

Die Bibliothek der FH Südwestfalen betreibt den Publikationsserver PIA, auf dem die Beschäftigten der Hochschule kostenfrei wissenschaftliche Beiträge als Erst- oder Zweitveröffentlichung im Diamond Open Access publizieren können. Ein Peer-Review-Verfahren kann aus fachlichen Gründen nicht angeboten werden.

Autorenrechte und Lizenzen

Bei Publikationen, die als Print-Ausgabe oder im Closed Access erscheinen, räumen Autor*innen wissenschaftlicher Beiträge dem Verlag über den Autorenvertrag die einfachen oder ausschließlichen Nutzungsrechte ein. Diese können räumlich, zeitlich oder inhaltlich beschränkt sein und ermöglichen dem Verlag, die Publikation zu vertreiben. Print-Ausgaben werden im Anschluss kostenpflichtig z. B. von Bibliotheken angeschafft, bei nicht frei verfügbaren elektronischen Inhalten erwirbt die Bibliothek hingegen eine Lizenz, d. h. ein vertraglich festgelegtes Nutzungsrecht.

Für Open-Access-Beiträge, Erst- wie Zweitveröffentlichungen, können Autor*innen sogenannte offene oder freie Lizenzen verwenden. Mit diesen erlauben sie der Allgemeinheit die unentgeltliche Nutzung ihrer Publikation unter Bedingungen, die sie selbst festgelegt haben, und räumen ihr entsprechende Nutzungsrechte ein. Im Gegensatz zu Closed-Access-Veröffentlichungen behalten sie hingegen das Urheberrecht und treten es nicht, in welchem Umfang auch immer, an einen Verlag ab. Um die Verwendung dieser Lizenzen zu vereinfachen, wurden Standardlizenzen entwickelt, z. B. die auf dem Urheberrecht basierenden Lizenzen der gemeinnützigen Organisation Creative Commons. Dieses standardisierte Verfahren soll Autor*innen und Rezipient*innen helfen, Nutzungsrechte klar festzulegen bzw. diese einzuhalten und Urheberrechtsverletzungen zu vermeiden.

Bitte beachten Sie: Im Falle von E-Journals können die freien Lizenzen vom Verlag beitragsübergreifend festgelegt worden sein. Informieren Sie sich im Vorfeld, welche Lizenz Anwendung findet.

Die Creative-Commons-Lizenzen sind modular aufgebaut und setzen sich aus verschiedenen Bausteinen zusammen. Einen Überblick können Sie sich unten als PDF-Datei herunterladen.

Wie aber werden Werke mit CC-Lizenzen im Rahmen der Nachnutzung korrekt angegeben?
Wenn Sie Auszüge aus einem Werk mit einer CC-Lizenz verwenden, müssen Sie darauf achten, auf dieses korrekt zu verweisen und z. B. Angaben zum Titel, Urheber, der Quelle und der Lizenz zu machen. Eine Hilfe bietet die TULLUBA-Regel, gemäß der folgende Angaben erforderlich sind:

  • T itel des Werkes
  • L izenz des Werkes (inkl. Version der Lizenz)
  • L ink zum Lizenztext
  • U rsprungsort des Werkes (Link zum Original)
  • B earbeitungen des Werkes
  • A usnahmen

Dabei werden die einzelnen Angaben, auch die verwendete Lizenz, verlinkt. Eine Erläuterung der Regel sowie Beispiele finden Sie auf ORCA.nrw.

Fragen und Antworten zu den CC-Lizenzen hat Creative Commons unter ihren FAQs zusammengestellt. Dort finden Sie auch die Zeichen der Lizenzen zum Download.

Hinweis: Die hier gemachten Angaben wurden zu Informationszwecken veröffentlicht und sind rechtlich nicht verbindlich.

Predatory Publishing und Paper Mills

Predatory Publishing, das räuberische Publizieren, beschreibt ein Geschäftsmodell, bei dem Verlage Kosten für redaktionelle Dienstleistungen rund um Open-Access-Publikationen verlangen, diese jedoch nicht oder nur in sehr schlechter Qualität erbringen. Wir möchten Sie im Folgenden auf Gegebenheiten aufmerksam machen, bei deren Vorliegen Sie die Vertrauenswürdigkeit prüfen sollten.

Verlage oder E-Journals mit unseriösen Geschäftspraktiken verfolgen aggressive Werbestrategien und bemühen sich häufig intensiv um Wissenschaftler*innen, indem sie versuchen, über massenhaft verschickte E-Mails Publikationen zu akquirieren. In einigen Fällen sind die Praktiken gut erkennbar, z. B. anhand

  • der unzureichenden formalen Gestaltung von E-Mails und der ggf. dort verlinkten Webseite (häufige Tippfehler etc.)
  • fehlender oder unvollständiger Kontaktdaten zwecks Nachfragen
  • mangelhafter oder intransparenter Angaben zur Zusammensetzung der Kosten sowie zur Rechnungsstellung
  • sehr kurzer Begutachtungszeiten

In einigen Fällen ist die Beurteilung weitaus schwieriger, weil der Verlag oder das E-Journal ein seriöses Erscheinungsbild aufweist und womöglich sogar mit Publikationen renommierter Wissenschaftler*innen – meist ohne deren Kenntnis – wirbt. Das ZBW – Leibniz-Informationszentrum Wirtschaft hat 2022 eine Handreichung (PDF) zum Predatory Publishing veröffentlicht und auch die Helmholtz-Gemeinschaft informiert über die unseriösen Geschäftspraktiken im Rahmen eines FAQs (2018).

Es können in derartigen E-Journals durchaus schon wissenschaftlich fundierte Artikel veröffentlicht worden sein, i. d. R. wird jedoch auf Qualitätssicherungsmechanismen wie ein Peer-Review-Verfahren verzichtet. Sind Sie sich unsicher hinsichtlich der Seriosität eines E-Journals, so hören Sie sich innerhalb Ihrer Fachcommunity um, ob das Publikationsorgan bekannt ist. Alternativ können Sie auch prüfen, ob die Artikel in gängigen Datenbanken und Katalogen, die auch Sie nutzen, auffindbar sind oder ob das E-Journal Mitglied in einer bekannten Open-Access-Initiative (z. B. im Directory of Open Access Journals (DOAJ)) ist. Eine Checkliste mit weiteren Hinweisen finden Sie auf der Webseite Think Check Submit.

Das Problem unseriöser Geschäftspraktiken tritt vermehrt auch bei Konferenzen auf, den sogenannten Predatory Conferences. Auch hier wird massiv um Beiträge geworben und häufig eine hohe Teilnahmegebühr verlangt. Legen Sie daher bei der Wahl von Konferenzen dieselben Maßstäbe an wie bei Verlagen und E-Journals und hinterfragen Sie bei Bedarf die Veranstaltung anhand der oben genannten Checkliste.

Neben dem Predatory Publishing nehmen im Bereich von Open-Access-Publikationen Fälschungen zu, bedingt durch KI und der in den vergangenen Jahren gestiegenen Bedeutung quantitativer Metriken im Wissenschaftsbetrieb (h-Index, Journal Impact Factor u. A.). Unternehmen, sogenannte Paper Mills, verkaufen gefälschte wissenschaftliche Beiträge für Veröffentlichungen in Fachzeitschriften: Dies kann als ‚Full Service‘ erfolgen, indem das Unternehmen den Artikel erstellt, einreicht und die Kommunikation mit dem Publikationsorgan übernimmt, oder in Teilen durch den Verkauf von bspw. Zitationen. Die Artikel enthalten veraltete wissenschaftliche Erkenntnisse bis hin zu gefälschten Daten, Informationen sowie fingierten Zitationen und Quellennachweisen. Motivation für die Nutzung solcher Angebote ist in der Regel die Steigerung des wissenschaftlichen Outputs sowie des Impacts. Als Reaktion wurden in den vergangenen Jahren Erklärungen publiziert, die eine veränderte Wissenschaftsbewertung jenseits quantitativer Metriken fordern, so z. B. die San Francisco Declaration on Research Assessment (DORA) (2012) oder die Stockholm Declaration (2025).

Die Bibliothek hat in einem für den Impuls-Newsletter 2/2026 verfassten Beitrag auf das Problem KI-generierter Forschungsliteratur aufmerksam gemacht, das auch renommierte Verlage wie Springer Nature betrifft. Datenbankanbieter wie EBSCO und Elsevier haben bereits reagiert, indem sie Rückzugsindikatoren festgelegt haben und entsprechende Beiträge kennzeichnen. Diese Kennzeichnungen sind auch in unserem Online-Katalog KAI sichtbar. Für Forschende ist es jedoch in Zukunft unerlässlich, ihre Quellen noch kritischer auf wissenschaftliche Integrität zu prüfen.

Weiterführende Informationen

Ausführliche Informationen finden Sie insbesondere auf dem Portal open-access.network. Hierbei handelt es sich um ein Verbundprojekt, das vom Kommunikations-, Informations-, Medienzentrum (KIM) der Universität Konstanz geleitet und vom Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) gefördert wird. Projektpartner sind die Technische Informationsbibliothek (TIB) in Hannover, die Niedersächsische Staats- und Universitätsbibliothek (SUB) Göttingen, das am GFZ Helmholtz-Zentrum für Geoforschung angesiedelte Helmholtz Open Science Office und das Open Research Office Berlin (vormals: Open-Access-Büro Berlin) an der Freien Universität Berlin. Daneben bieten zahlreiche Videos, bspw. von open-access.network ( CC BY 3.0), einen guten Einstieg in das Thema.

Open Access an der FH Südwestfalen

Die Fachhochschule Südwestfalen bekennt sich zu dem Prinzip, Open Access Veröffentlichungen als gleichberechtigt neben anderen Publikationswegen anzuerkennen und möchte ihre Wissenschaftler*innen motivieren, Forschungsergebnisse bevorzugt im Open Access bereitzustellen.

Open Access Policy

Die Fachhochschule Südwestfalen ist mit ihrem umfassenden Bildungs- und Forschungsauftrag fest in der Wirtschaftsregion Südwestfalen verankert und agiert darüber hinaus in einem nationalen wie internationalen Netzwerk. Eine ihrer zentralen Aufgaben stellt der Wissenstransfer in die Bereiche Wirtschaft und Gesellschaft dar. Um ihrer Verantwortung nachzukommen, verfolgt sie das Ziel, die Forschungsergebnisse ihrer Wissenschaftler*innen einer breiten Öffentlichkeit zugänglich zu machen. Aus diesem Grund bekennt sich die Fachhochschule Südwestfalen zur weltweiten Open-Access-Initiative sowie zur Berliner Erklärung über den offenen Zugang zu wissenschaftlicher Information.

Die Open-Access-Initiative strebt den kostenlosen und freien, d. h. technisch, finanziell und rechtlich unbeschränkten Zugang zu wissenschaftlicher Information an, deren Veröffentlichung unter Einhaltung qualitativer Standards digital erfolgt. Durch die gute Auffindbarkeit der Publikationen in Datenbanken und Bibliothekskatalogen sowie den schnellen Zugriff wird die Sichtbarkeit von Forschungsergebnissen national wie international erhöht und es werden Forschungs- sowie Innovationsprozesse vorangetrieben. Aus diesem Grund fördern unter anderem auch die Deutsche Forschungsgemeinschaft, das Bundesministerium für Bildung und Forschung und die Europäische Kommission die Open-Access-Initiative und fordern Wissenschaftler*innen auf, die im Rahmen ihrer Programme generierten Forschungsergebnisse Open Access zu publizieren.

Mit dem vorliegenden Bekenntnis motiviert die Fachhochschule Südwestfalen ihre Wissenschaftler*innen, Forschungsergebnisse bevorzugt im Open Access bereitzustellen:
Dies kann als Erstveröffentlichung nach einem Peer-Review-Verfahren in Open-Access-Publikationsorganen (Goldener Weg) erfolgen oder nachträglich als Zweitveröffentlichung auf einem Publikationsserver (Grüner Weg).
Im Falle einer Zweitveröffentlichung empfiehlt die Fachhochschule Südwestfalen ihren Wissenschaftler*innen, bei Vertragsabschlüssen im Zuge der Erstveröffentlichung dem Verlag nicht die ausschließlichen Nutzungsrechte einzuräumen und sich zumindest ein einfaches Nutzungsrecht zu sichern, um den Beitrag schnellstmöglich – nach Ablauf der festgelegten Embargofrist – Open Access auf einem Publikationsserver veröffentlichen zu können.

Die Fachhochschule Südwestfalen empfiehlt ihren Wissenschaftler*innen, bei der Beantragung von Projekten unmittelbar Mittel für die Open-Access-Publikation der im Rahmen des Projekts generierten Forschungsergebnisse zu planen und einzuwerben.

Sie empfiehlt die Verwendung freier Lizenzen wie der Creative-Commons-Lizenzen, um die Nutzungsrechte für die allgemeine Öffentlichkeit festzulegen, Urheberrechtsverletzungen vorzubeugen und damit Open Access zu fördern.

Die Fachhochschule Südwestfalen unterstützt ihre Wissenschaftler*innen durch Beratungsangebote, einen Publikationsfonds als Ergänzung zu eingeworbenen Publikationsmitteln, einen Service zur Vergabe von Persistenten Identifikatoren (beispielsweise über den Standard DOI) und einen Publikationsserver für Erst- und Zweitveröffentlichungen.

Die Fachhochschule Südwestfalen bekennt sich zu dem Prinzip, Open Access Veröffentlichungen gleichberechtigt zu anderen Publikationswegen bei der Beurteilung wissenschaftlicher Leistungen zu berücksichtigen.

Ungeachtet dieser Empfehlungen respektiert die Hochschule die Wissenschaftsfreiheit und damit das Prinzip der freien Wahl des Publikationsweges sowie die Existenz von fachspezifischen Publikationskulturen und individuellen beruflichen Situationen der Autor*innen.

Die Fachhochschule Südwestfalen hält ihre Wissenschaftler*innen dazu an, im Rahmen der Veröffentlichung ihrer Forschungsergebnisse den Schutz personen- und unternehmensbezogener Daten zu wahren und das Urheberrecht einzuhalten.

Publikationsserver PIA

Die Bibliothek der FH Südwestfalen betreibt seit März 2020 den Publikationsserver PIA, auf dem Wissenschaftler*innen der Hochschule kostenfrei Beiträge Open Access als Erst- oder Zweitveröffentlichung publizieren können. Wenn gewünscht oder erforderlich, kann der Zugriff auf Hochschulangehörige beschränkt werden oder nur die Erfassung der Metadaten ohne Volltext erfolgen. Die Datensätze erhalten mit einer DOI einen persistenten und eindeutigen Identifikator und sind durch Einspielung in unseren Online-Katalog KAI über nationale und internationale Bibliothekskataloge und Suchmaschinen auffindbar. publikationsserver

Der Publikationsserver kann für folgende Publikationsformen in Anspruch genommen werden, darunter z. B.:
  • Monografische Veröffentlichungen (E-Books, Sammelbände)
  • (Zeitschriften-) Aufsätze
  • Studienbücher der Wissenschaftlichen Genossenschaft Südwestfalen (Zugriff nur für Hochschulangehörige)
  • Studienbriefe (nur bibliografische Nachweise)
  • Weitere Publikationsformen sind möglich

Sie möchten Metadaten und/oder Volltexte über unseren Publikationsserver veröffentlichen? Dann schreiben Sie uns an publikationen@fh-swf.de.

Publikationsfonds

Die FH Südwestfalen hat einen Publikationsfonds eingerichtet, um Publikationsgebühren für Open-Access-Veröffentlichungen von aktiven Wissenschaftler*innen der Hochschule zu übernehmen. Dieser speist sich aus Mitteln der Bibliothek sowie aus zentralen Mitteln der Hochschule; die Verwaltung des Publikationsfonds obliegt der Bibliothek.

Mit dem Publikationsfonds können unter Einhaltung bestimmter Vorgaben unterschiedliche Open-Access-Veröffentlichungen finanziert werden:

  • DEAL: Es erfolgt eine Kostenübernahme der Publish-and-Read-Fee für Publikationen im Rahmen des Projekts DEAL, wenn diese Open Access erscheinen. Ausnahmen bilden Veröffentlichungen in Gold OA-Zeitschriften, für die eine Kostengrenze von 2000 Euro brutto festgelegt ist. Falls Autor*innen von der Opt-Out-Option Gebrauch machen, entfällt die Förderung. Bitte beachten Sie die ausführlichen Hinweise zum Projekt auf unserer Website.
  • Weitere Transformationsverträge bestehen mit den Verlagen MDPI und Sage. Kontaktieren Sie uns gerne unter publikationen@fh-swf.de für weitere Informationen.
  • Open-Access-Veröffentlichungen bei anderen Verlagen: Es erfolgt eine Kostenübernahme von sogenannten Article Processing Charges (APCs) für Open-Access-Veröffentlichungen von Zeitschriftenaufsätzen bis zu einer Maximalhöhe von 2.000 Euro brutto. Sollten die Publikationskosten diese Grenze überschreiten, ist eine Aufstockung aus dem Etat der Autor*innen möglich.

In beiden Fällen sollen prioritär Publikationskostenzuschüsse aus Drittmitteln berücksichtigt werden, insofern diese für eine Veröffentlichung bewilligt wurden. Das Formular zur Förderung von Open-Access-Publikationen ist zum Zwecke einer Hochschulbibliografie in jedem Fall auszufüllen, auch wenn die Publikation durch Drittmittel gedeckt wird.

Open-Access-Publikationen in Zeitschriften, die von der Bibliothek kostenpflichtig bezogen werden, sind von der Förderung ausgenommen: Die Bibliothek stellt bereits über Subskriptionsgebühren den Zugriff sicher und übernimmt daher keine weiteren Kosten für Open-Access-Beiträge (sogenanntes Double Dipping).

Formales
Bitte beachten Sie folgende Formalitäten bei der Abwicklung mit dem Publikationsorgan:

  • Geben Sie diese Rechnungsadresse an: Fachhochschule Südwestfalen, SG 3.2 / Zentraler Rechnungseingang, z. H. Bibliothek (publikationen@fh-swf.de), Baarstraße 6, 58636 Iserlohn.
  • Sollten Sie eine Rechnung erhalten, leiten Sie diese an publikationen@fh-swf.de weiter.
  • Die Rechnung sollte nach Möglichkeit in Euro ausgestellt sein und mit einer SEPA-Überweisung bezahlt werden können, um Umrechnungsgebühren sowie Zusatzkosten zu vermeiden.

Ausgaben des Publikationsfonds der Fachhochschule Südwestfalen

Die Tabellexzeigt die Gesamtausgaben aus dem Publikationsfonds der Fachhochschule Südwestfalen für Open-Access-Publikationen. Die Daten umfassen alle Verlage, in denen unsere Forschenden veröffentlicht haben sowie die Durchschnittskosten pro Artikel. Beachten Sie, dass DEAL-Verträge und Artikel aus hybriden Zeitschriften in dieser Tabelle nicht erfasst sind. Weitere Details sind auf der Website der OpenAPC Initiative zu finden.

DEAL

Durch die Teilnahme der FH Südwestfalen am Projekt DEAL können die Wissenschaftler*innen der Hochschule im Rahmen der vertraglichen Vereinbarungen Beiträge in E-Journals von Elsevier, Springer Nature und Wiley Open Access publizieren. Die Kosten, die sogenannte Publish-and-Read-Fee, werden zentral aus dem Publikationsfonds der Hochschule beglichen.

Projekt

Im Auftrag der Allianz der deutschen Wissenschaftsorganisationen und vertreten durch die Hochschulrektorenkonferenz (HRK) wurde das Projekt DEAL begründet, um im Namen aller deutschen wissenschaftlichen Einrichtungen bundesweit Transformationsverträge mit großen Wissenschaftsverlagen für E-Journals abzuschließen. Auf Basis eines publikationsbasierten Finanzierungsmodells können Wissenschaftler*innen Open Access publizieren, während die teilnehmenden Einrichtungen im Gegenzug Zugriff auf das Zeitschriftenportfolio der Verlage erhalten. Gespräche wurden mit Elsevier, Springer Nature und Wiley geführt: Die Verhandlungen mit Wiley konnten für eine erste Laufzeit von 2019 bis 2023, mit Springer Nature von 2020 bis 2023 vertraglich abgeschlossen werden. Ab 2024 wurden Folgeverträge mit Gültigkeit bis 2028 ausgehandelt und auch mit Elsevier konnte eine entsprechende Vereinbarung erzielt werden.

Ziele

  • Förderung von Open Access: Die Publikationen von aktiven Angehörigen der teilnehmenden Einrichtungen werden i. d. R. unter der Lizenz CC BY Open Access veröffentlicht.
  • Verbesserter Zugang zu wissenschaftlichen Aufsätzen: Die Einrichtungen erhalten dauerhaften Volltextzugriff auf den Großteil des Zeitschriftenportfolios der teilnehmenden Verlage.
  • Transparentes Preisberechnungsmodell: Die Kosten werden nach dem Publikationsaufkommen der Einrichtungen berechnet, weshalb man von einem publikationsbasierten Modell – im Gegensatz zum subskriptionsbasierten Modell – spricht.

Verträge

ISBN an der FH Südwestfalen

Als Körperschaft des öffentlichen Rechts fungiert die FH Südwestfalen als herausgebende Institution und damit als Verlag, der für seine Publikationen ein Kontingent an ISBNs verwaltet. Daher können Veröffentlichungen aller Hochschuleinheiten, deren Herausgeber der Rektor ist oder die im Rahmen der Tätigkeit von Hochschulangehörigen an der FH entstanden sind, eine ISBN erhalten.

Allgemeine Informationen zur ISBN

Die ISBN (International Standard Book Number) ist ein weltweit eindeutiges und unverwechselbares Identifikationsmerkmal für Bücher und daher ein wichtiges Instrument für Buchhandel und Bibliotheken. Sie besteht aus fünf durch Bindestriche voneinander getrennten Zahlengruppen mit insgesamt 13 Stellen und der vorangestellten Abkürzung ISBN.

Jede selbstständige Veröffentlichung erhält einmalig eine eigene ISBN. Hierzu gehören z. B.:
  • Gedruckte Bücher
  • Elektronische Publikationen, die einmalig erscheinen, öffentlich zugänglich sind und Text enthalten
  • Lehr- und Lernmaterialien in Form von Software
  • Filme, die pädagogischen Zwecken dienen
  • Print-on-Demand-Publikationen

Wesentliche Änderungen an einer Publikation wie Neuauflagen, Übersetzungen, Digitalisierungen und Übertragungen in andere Formate (Taschenbuch, Hörbuch, elektronische Publikation) erfordern eine neue ISBN.

Platzierung der ISBN

  • Bei gedruckten Publikationen muss die ISBN beim Copyright-Vermerk auf der Rückseite des Titelblatts sowie außen am Fuß des hinteren Buchdeckels bzw. des Schutzumschlags angebracht werden.
  • Bei Veröffentlichungen in elektronischer Form ist sie Teil der Titel- oder der Copyright-Anzeige.
  • Bei Filmen muss die Nennung der ISBN im Vorspann erfolgen, zudem ist die Verpackung auf jedem Label bzw. am Fuß der Rückseite mit der ISBN zu versehen.

Weitere Informationen

Für weitere Informationen empfehlen wir die Website der nationalen ISBN-Agentur in Deutschland MVB Marketing- und Verlagsservice des Buchhandels GmbH in Frankfurt am Main und unser ISBN-Info zum Download:

ISBN-Vergabe an der FH Südwestfalen

Die ISBNs werden zentral von der Bibliothek erworben und verwaltet, die Vergabe erfolgt über ein Anmeldeformular .

Die von uns vergebenen ISBNs weisen die folgende Syntax auf:
  • 978: Präfix
  • 3: Gruppen- oder Ländernummer für den deutschsprachigen Raum (Deutschland, Österreich, Schweiz)
  • 940956: Verlagsnummer für die FH Südwestfalen als herausgebende Institution
  • xy: zweistellige Titelnummer
  • z: Prüfziffer zum Erkennen von Eingabefehlern

Die Bibliothek übernimmt nach Erscheinen der Publikation die Abgabe dreier Pflichtexemplare an die Deutsche Nationalbibliothek in Leipzig und Frankfurt am Main gemäß dem Gesetz über die Deutsche Nationalbibliothek sowie an die Universitäts- und Landesbibliothek Münster nach dem nordrhein-westfälischen Pflichtexemplargesetz. Dieser Service ist kostenfrei, es wird jedoch um die Überlassung von zwei weiteren Exemplaren für den Bibliotheksbestand gebeten.

DOI an der FH Südwestfalen

Der DOI (Digital Object Identifier) identifiziert ausschließlich E-Ressourcen, während eine ISBN für gedruckte und elektronische Publikationen vergeben wird. Für elektronische Veröffentlichungen, die Hochschulangehörige im Rahmen ihrer Beschäftigung an der FH Südwestfalen angefertigt haben, vergibt die Bibliothek DOIs.

Allgemeine Informationen zur DOI

Während eine ISBN für gedruckte und elektronische Publikationen vergeben wird, identifiziert der DOI (Digital Object Identifier) ausschließlich E-Ressourcen. Im Gegensatz zu URLs (Uniform Resource Locator) handelt es sich bei DOIs um persistente Identifikatoren (PID), die mit ihrem jeweiligen digitalen Objekt dauerhaft verknüpft sind und nicht mit dem Ort, wo dieses abgelegt wurde. Dadurch bleiben die Objekte auch bei Änderung der URL weiterhin auffindbar und referenzierbar. Die Länge der DOIs, die aus einem Präfix und einem Suffix bestehen, kann variieren.

Die Vergabe eines DOIs für elektronische Veröffentlichung ist nicht zwingend erforderlich, erweist sich jedoch aus den oben genannten Gründen als sehr sinnvoll. Der Identifier kann z. B. vergeben werden für:
  • E-Books
  • Elektronische (Zeitschriften-) Aufsätze
  • Alben
  • Lieder
  • Elektronische Verträge

Für weitere Informationen empfehlen wir die Website der International DOI Foundation (IDF).

DOI-Vergabe an der FH Südwestfalen

Für elektronische Veröffentlichungen, die Hochschulangehörige im Rahmen ihrer Beschäftigung an der FH Südwestfalen angefertigt haben, vergibt die Bibliothek DOIs. Diese werden zentral erworben und verwaltet, die Vergabe erfolgt über ein Anmeldeformular .

Die von uns vergebenen DOIs weisen die folgende Syntax auf, die beispielhaft am Fachbereich Technische Betriebswirtschaft präsentiert wird:
  • 10.48499: Präfix der FH Südwestfalen
  • FHSWF: Kürzel der Hochschule
  • HA: Standort
  • TBW: Fachbereich
  • 1: Nummerus Currens (wird pro Fachbereich vergeben)

Diese DOI wird auch als persistente URL abgebildet: https://doi.org/10.48499/FHSWF.HA.TBW.1

Bitte füllen Sie bei Interesse das entsprechende Formular aus und schicken es an publikationen@fh-swf.de.