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Pressemitteilung-Detail

19.09.2022

Neugier ist die beste Voraussetzung für technische (Ausbildungs)Berufe

Lea Kuhl hat ihre Berufsausbildung zur Physiklaborantin an der FH erfolgreich abgeschlossen

Soest. Gute Lehre und Studierende bis zum Bachelor- oder Master-Abschluss zu begleiten, das ist sicher das „Kerngeschäft“ einer Hochschule. Die Fachhochschule Südwestfalen ist aber auch ein von der Industrie- und Handelskammer anerkannter Ausbildungsbetrieb. Zurzeit sind sechs verschiedene Ausbildungsberufe im kaufmännischen, technischen und informationstechnischen Bereich möglich. Für Lea Kuhl ein Glücksfall. Sie hat sich auf die Suche nach einem Ausbildungsberuf, der mit ihrem Lieblingsfach Physik zu tun hat, begeben. An der Fachhochschule Südwestfalen in Soest ist sie fündig geworden.

Am 1. September 2019 war der erste Ausbildungstag für Lea Kuhl. Sie hatte sich für die Ausbildung zur Physiklaborantin im Soester Fachbereich Elektrische Energietechnik entschieden. Der Fachbereich arbeitet eng mit dem Fraunhofer-Anwendungszentrum für Anorganische Leuchtstoffe mit Sitz am Standort Soest der FH zusammen. So hatte die Auszubildende die Gelegenheit, dort gut drei Jahre lang viel über den Bereich Optik und die Herstellung von leuchtstoffdotierten Gläsern und Glaskeramiken lernen zu können. Die Wahl fiel ihr nicht schwer: „Physik ist mir in der Schule immer leichtgefallen und so habe ich gezielt nach einem Ausbildungsberuf in dem Fach gesucht“, berichtet die gebürtige Hessin. Mit Erfolg! Gerade erst hat sie ihre Abschlussprüfungen mit der Note „sehr gut“ bestanden. Ab Oktober studiert sie Physik an der Universität Paderborn und arbeitet zusätzlich in Teilzeit als Physiklaborantin am Fachbereich Elektrische Energietechnik an der FH in Soest. Hier wird sie das Wärmeverhalten von LEDs genauer untersuchen und vieles mehr. 

Lea Kuhl hatte schon in der Schule keine Berührungsängste mit technischen Fächern. Aber auch junge Frauen, die sich bislang noch nicht an MINT-Themen herangewagt haben, sind begeisterungsfähig, ist sich die 25-Jährige sicher: „Wer später in einem technischen Beruf arbeiten möchte, muss keine Eins in Physik auf dem Zeugnis haben. Klar, ein grundsätzliches Interesse für Mathematik und Naturwissenschaften ist von Vorteil. Viel entscheidender ist aber, dass man Spaß an der Sache hat“. So begleitet sie im Herbst Schülerinnen der Klassen 8 bis 13 im MINTzE³-Physik-Praktikum, eine Kooperation der Fachhochschule mit dem Fraunhofer-Anwendungszentrum für Anorganische Leuchtstoffe. Im Praktikum geht es darum, naturwissenschaftliches Interesse zu stärken, das Berufsfeld vorzustellen und zu zeigen, dass Forschung und Technik auch Frauensache ist. Lernen anhand von praktischen Beispielen aus dem Alltag, herausfinden, was hinter ganz selbstverständlichen Dingen steckt – das ist auch genau Lea Kuhls Ding. Die Ausbildung an der Fachhochschule hat ihr auch deshalb so gut gefallen, weil sie mitten im Hochschulleben in modernsten Laboren experimentieren und dabei mit Wissenschaftler*innen und Studierenden zusammenarbeiten durfte.