Porträtreihe: Frauen im Maschinenbau
Die im Sauerland geborene Dipl.-Ing. (FH) Inga Fricke ist wissenschaftliche Mitarbeiterin im Fachbereich Maschinenbau.
Im Interview gibt sie Einblicke, warum sie eine Karriere in der Technik eingeschlagen hat und was sie an ihrem Beruf liebt.
Welche Faszination geht Ihrer Meinung nach von technischen Berufen aus? Was hat Sie dazu inspiriert, eine Karriere in diesem Bereich einzuschlagen, und welche Erfahrungen haben Sie auf diesem Weg gemacht?
Die Faszination für technische und wissenschaftliche Berufe liegt für Inga Fricke vor allem darin, die Funktionsweisen von technischen Systemen zu verstehen: „Ich möchte nachvollziehen können, warum und wie bestimmte Dinge funktionieren“. Schon als Kind hatte sie großes Interesse an naturwissenschaftlichen, technischen und handwerklichen Themen, was durch die Mitarbeit in der Schreinerei ihres Vaters noch weiter gefördert wurde. Im Laufe ihrer Schullaufbahn festigte sich dieses Interesse, besonders in den Fächern Mathematik, Physik und Chemie, sodass ein Ingenieurstudium für sie die „logische Konsequenz“ war. Trotz der oft vorherrschenden Stereotype wie „Technik ist nichts für Mädchen“ oder „Das kannst du als Mädchen nicht“, hat sie persönlich nie solche Aussagen gehört oder sich benachteiligt gefühlt. Im Gegenteil: Aus ihrem persönlichen Umfeld erhielt sie stets positive Bestärkung und Unterstützung.


