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Pressemitteilung-Detail

FH Gebäude
11.05.2026

Wenn zwischen A und B mehr liegt als ein Flug

Mobilitätsprogramm Erasmus+ ermöglicht Natalie Hanik und Florian Kuch eine unvergessliche grüne Reise

Hagen. Natalie Hanik und Florian Kuch haben wahrscheinlich die Reise ihres bisherigen Lebens hinter sich. Die wissenschaftliche Mitarbeiterin und der Doktorand der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen waren da, wo sich Finnland, Norwegen und Schweden so nahekommen, wie nirgendwo anders Sie waren in Kilpisjärvi. Sie waren ganz weit draußen. Ohne zu fliegen. Der Blick zurück auf eine grüne Reise

Wenn der Weg das Ziel ist, dann sagt das zunächst mal ganz viel über den Weg aus. Dann ist er mehr als das Überwinden einer Distanz. Dann ist er Selbstzweck. „Wir haben unsere Körper nicht stumpf von A nach B bewegt“, sagt Florian Kuch, „wir haben unterwegs so unglaublich viel erlebt“. Das lag ganz einfach daran, dass Florian Kuch und Natalie Hanik zwischen A und B Meilensteine gelegt haben. Und dass sie diese Meilensteine durch ein Netz miteinander verwoben haben. Vor allem durch ein Schienennetz.

 

Alles begann mit einer Zugfahrt von Dortmund nach Hamburg. Unspektakulär. Von Hamburg ging es nach Stockholm. Nachtzug. Von Stockholm weiter nach Helsinki. Mit der Fähre. Von Helsinki nach Rovaniemi. Wieder Nachtzug, der aber ganz offiziell Santa Claus Express heißt. Dann noch zwei Busfahrten. Eine von Rovaniemi nach Kittilä und dann schließlich von Kittilä nach Kilpisjärvi. Nach dreieinhalb Reisetagen Endstation. „Und da ist dann wirklich nichts mehr“, erzählt Natalie Hanik, „aber dieses Nichts ist unglaublich schön.“ Wenn der Weg das Ziel ist, dann kann also trotzdem auch das Ziel das Ziel sein.

 

Natalie Hanik und Florian Kuch waren also tatsächlich in Kilpisjärvi. Aber warum und wofür überhaupt? „Es klingt etwas verrückt, aber dort findet jährlich ein Seminar zum Thema Informationssystems statt“, erklärt Florian Kuch. Ausgerichtet wird das von der Universität Turku. Auch mit dem Ziel, internationale Nachwuchswissenschaftler an einen Tisch zu bringen. Für den 33-Jährige eine besondere Chance, das Thema seiner Promotion mit dem Feedback der anderen Konferenzteilnehmer zu untermauern. Seiner Arbeit einen internationalen Schliff zu verpassen. Kuch schreibt über die Automatisierung von Ingenieurdienstleistungen im Bauwesen.

 

Und wo kann man seine Sinne besser für seine Arbeit schärfen, als dort, wo sie nicht anderweitig angezapft werden? „Es ist so unglaublich ruhig dort, das einzige, was man vielleicht hörte, waren Tiere, die durch den Schnee stapften“, schwärmt Florian Kuch und ergänzt: „Man konnte so unglaublich gut schlafen.“ Wahrscheinlich im Gegensatz zu den Nächten auf den Schienen im Nachtzug. „Das ging eigentlich auch besser als erwartet“, sagt Natalie Hanik, die sowieso keinen einzigen Makel an ihrer Expedition nach Lappland findet: „Es war einfach eine mega Erfahrung. Wir haben die Reise umweltfreundlich geplant und dabei zu einem unvergesslichen Erlebnis gemacht“.

 

Maßgeblich gefördert und unterstützt wurde die Reise übrigens vom International Office der Hochschule und dem Mobilitätsprogramm Erasmus+. Da sich Natalie Hanik und Florian Kuch für eine grüne Reise ohne Flug entschieden hatten, erhielten sie über Erasmus+ sogar eine Sonderförderung für sechs Reisetage.