Zum Inhalt springen

FH-Storys

Schlittenhunde sind vor einen Schlitten gespannt und laufen durch einen verschneiten Wald.

Wo sich die Schlittenhunde "Gute Nacht" sagen

FH-Student Kai Zenker hat ein Auslandssemester in Finnland studiert

Soest. Auslandsaufenthalte sind wahre Highlights im Studium. Kai Zenker studiert Design- und Projektmanagement an der Fachhochschule Südwestfalen in Soest und hat den Schritt gewagt. Im Rahmen des europäischen Erasmus+ Programms ist er nach Finnland im Großraum Helsinki gereist. Für ihn ist die Zeit zu den „fünf der spannendsten Monate meines Studiums geworden“.

Im Interview gibt er Einblicke in die Zeit, die er in Finnland verbringen durfte.

In 3 Sätzen. Was bedeutet dpm für Sie ganz persönlich?
Bedürfnisse begreifen. Erlebnisse entwickeln. Marken managen.

Warum haben Sie diesen Studiengang gewählt und wie stellen Sie sich Ihre berufliche Zukunft vor?
Nach fünf Jahren Tätigkeit als technischer Produktdesigner war es Zeit sich weiterzuentwickeln. Warum dpm? Weil dpm verbindet. Dpm verbindet die verschiedensten Typen Mensch mit unterschiedlichen Lebenserfahrungen, und gibt einen tiefgehenden Einblick in die spannende Komplexität von Produkten, Marken und Geschäftsprozessen. Diese Mischung hat mich angesprochen und begeistert mich und meine KommilitonInnen bis heute.
Beruflich betrachtet steht als nächstes ein Masterstudium an. Luxury Brand Management in Florenz weckt beispielsweise Interesse bei mir. Gegebenenfalls wird diesem ein Praktikum vorangehen, um die fachliche Richtung zu spezifizieren.

Sie waren im Ausland, wo, wie lange und wie sind Sie darauf gekommen?
Meinen freiwilligen Auslandsaufenthalt habe ich in Finnland im Großraum Helsinki absolviert. Durch Gespräche mit anderen Studierenden wurde mein Interesse an einem Auslandssemester geweckt. Eine Info-Veranstaltung des International Office der FH SWF hat mich dann vollständig überzeugt – zum Glück. Ich habe dadurch fünf der spannendsten Monate meines Studiums erleben dürfen.

Blick von oben in einen großen Bibliotheksraum.

Was war das Ziel der Reise? Hatte der Auslandsaufenthalt unmittelbar etwas mit Ihrem Studium zu tun? Haben Sie Kurse belegt, die inhaltlich zu dpm passen? Wird Ihnen der Aufenthalt im Studium angerechnet?
Das Auslandssemester war Teil des europäischen Erasmus+ Programms. Dieses Auslandsstipendium erhält man, wenn man an einer Partnerhochschule im europäischen Ausland studiert. In meinem Fall war diese Partnerhochschule die Laurea University of Applied Sciences (Laurea UAS).
Auch die Kurse müssen sich inhaltlich in gewissem Maße decken. Ich habe daher das Digital Marketing and Sales Project (DMSP) und Introduction to Finnish Language and Culture besucht.
Dadurch bekomme ich an der FH SWF die Module Online Marketing und Interkulturelle Kommunikation angerechnet.

Was waren die aufschlussreichsten Momente an der Hochschule im Ausland in fachlicher Hinsicht?
Am wertvollsten war für mich die Kommunikation, die durchweg auf Englisch war. Tag für Tag verbessern sich der fachliche Wortschatz und Sprachfluss.
Zudem lernt man, stark dialektbehaftetes Englisch zu verstehen. Unser achtköpfiges Team im DMSP bestand aus Mitgliedern aus Deutschland, Österreich, Finnland, China und Hongkong. Die eigene Sensibilität für kulturelle Unterschiede steigt hierbei parallel mit an.
Das sind ohne Frage Vorteile, die sich bei Bewerbungen bemerkbar machen.

Was waren wichtige und prägende Momente in persönlicher Hinsicht? (Freundschaften, Atmosphäre an der Hochschule, Land und Leute etc.)
Das Schönste am Auslandssemester sind die Menschen, die man kennenlernt. Die Zweifel zu Beginn, ob man richtig Fuß fassen kann, waren völlig unbegründet. Im Gegenteil – nun habe ich Freunde in Belgien, Mexiko, Spanien, den Vereinigten Staaten, Österreich, der Schweiz und in den Niederlanden.
Vom Schlittenhund fahren in Lappland, über saunieren an malerischen Seen, bis zum Zimtschnecken essen in Helsinki – Finnland ist ein traumhaft schönes Land.
Auch gesellschaftlich überzeugt Finnland. Man spürt einen sehr großen Zusammenhalt und gegenseitigen Respekt. Die FinnInnen wirken etwas mürrisch, sind aber herzensgute Menschen.

Hat der Aufenthalt Sie bestätigt, mit dem dpm-Studium das Richtige zu tun? Wie wirksam ist die Zeit im Ausland im Hinblick auf zukünftige (berufliche und private) Entscheidungen?
Als dpm-lerInnen sind wir sehr vielfältig aufgestellt. Menschlich und fachlich. Das war, gerade zu Beginn, ein großer Vorteil im Auslandssemester. Die eigenen Fähigkeiten werden dort weiter vertieft, die Zeit in Finnland war definitiv das Richtige.
Der Aufenthalt hat mir gezeigt, dass ich meinen Master Vollzeit im Ausland absolvieren möchte. Auch beruflich kann ich mir eine Beschäftigung außerhalb Deutschlands vorstellen. Das Auslandssemester wird hierfür sicherlich von Vorteil sein. Sowohl bei Bewerbungen als auch bei Planung und Vorbereitung.

Was raten Sie Kommiliton*innen, die noch zweifeln, ob ein Auslands-Aufenthalt etwas für sie wäre?
Die Zweifel kann ich gut nachvollziehen, ich hatte sie auch. Fragt euch selbst, „Was verliere ich durch ein Auslandssemester?“ Das Einzige, das ich verloren habe, ist spontan unbekannte Menschen auf englisch anzusprechen – ansonsten habe ich nur positive Erinnerungen.
Noch ein Tipp: Wenn ihr euer Auslandssemester absolviert, nachdem ihr das sechste Modul abgeschlossen habt, könnt ihr die volle Studienzeit mit euren dpm-Friends genießen. In der Praxisphase im siebten Semester zerstreuen sich die meisten in aller Welt. Die perfekte Zeit, um ein neues Land kennenzulernen und um internationale Freundschaften zu schließen.

Blick auf eine umzäunte Terrasse, die an die Glasfront eines Gebäudes angrenzt.

Impressionen eines Auslandssemesters