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Sicherheitsvorfall

Erkennen - Melden/Reagieren - Schützen

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Erste Hilfe bei Sicherheitsvorfällen

Sie vermuten einen Sicherheitsvorfall, beobachten auffälliges Verhalten eines IT-Systems oder wollen ein sicherheitsrelevantes Ereignis melden? Auf dieser Seite finden Sie eine Orientierungshilfe zu den vorrangigen Sofortmaßnahmen, die im Fall eines sicherheitsrelevanten Ereignisses zu treffen sind.

Bei Sicherheitsvorfällen ist schnelles Handeln notwendig, um Folgeschäden zu verhindern. In der Regel bestehen zudem Melde- und Dokumentationspflichten.

  • Beziehen Sie immer auch Ihre vorgesetzte Person ein.
  • Beziehen Sie immer auch Ihren IT-Support ein:
    • Beschäftigte der Verwaltung und der Berreiche, die zentral von IT-Services administriert werden, sollten den IT-ServiceDesk kontaktieren.
    • Beschäftigte der anderen Bereiche sollten ihre dezentrale IT-Administration kontaktieren.
    • Beschäftigte ohne professionellen IT-Support und Studierende müssen relevante Support-Aufgaben selbst übernehmen.

Verdacht auf Sicherheitsvorfälle

Als sicherheitsrelevant gelten vor allem die nachfolgend aufgeführten Ereignisse und Verdachtsfälle. Zusätzlich bitten wir Sie, alle weiteren IT- bzw. informationssicherheitsrelevanten Sachverhalte an die zuständigen Stellen zu melden:

Verdacht auf Schadcode

Malware

Der Begriff Schadcode (engl. Malware) fasst verschiedene Arten von Software zusammen, die unerwünschte oder schädliche Funktionen auf einem Rechner ausführen.

Wenn Sie folgendes ungewöhnliche Verhalten beobachten, ist eine Systemanalyse erforderlich:

  • Sie erhalten Antworten oder Rückläufer (Bounces) auf E-Mails, die Sie nicht selbst versandt haben.
  • Ihr System meldet Hinweise auf Viren, Würmer, Malware, Trojaner o. ä.
  • Updates schlagen fehl oder Sie entdecken Programme, die Sie nicht kennen.
  • Sie bemerken ungewöhnliche Aktivitäten wie fehlende oder veränderte Dateien oder unbekannte Programme.
  • Programme laden ungewöhnlich langsam oder es besteht anhaltend hohe Netzwerkauslastung.

Kontaktieren Sie Ihren IT-Support und veranlassen Sie:

  • Eine Überprüfung Ihres Rechners auf eine mögliche Schadcode-Infektion.
  • Dass ein mutmaßlich infiziertes Gerät nicht mehr im Netz der Fachhochschule Südwestfalen betrieben wird.

Phishing-Vorfall — was tun?

Ziel von Phishing-Mails ist es, Sie auf schädliche Webseiten zu locken, um beispielsweise Ihr Fachhochschul-Passwort zu erlangen. Sind Sie auf eine solche, nicht zur Fachhochschule Südwestfalen gehörende Seite gegangen, beachten Sie:

  • Eingabe Ihres FH SWF-Passworts auf der fremden Seite = Passwort kompromittiert. Wechseln Sie, wenn möglich, umgehend auf ein anderes, sicheres Gerät und folgen Sie den Anweisungen im Abschnitt " FH SWF-Passwort kompromittiert".
  • Auch ohne Eingabe kann durch den Seitenbesuch Schadsoftware auf Ihrem Gerät installiert worden sein. Schalten Sie das betroffene Gerät ab und veranlassen Sie eine Überprüfung (siehe Verdacht auf Schadcode).

Bitte informieren Sie stets Ihren IT-Support sowie die Stabsstelle Informationssicherheit (per E-Mail), damit notwendige weiterführende Maßnahmen eingeleitet werden können.

FH SWF-Passwort kompromittiert

Sollten Ihre Zugangsdaten in fremde Hände geraten sein (z. B. nach Eingabe Ihres RUB-Passworts auf einer Phishing-Seite), ist das Passwort kompromittiert. Bitte führen Sie umgehend folgende Schritte aus:

1. Setzen Sie ein neues, starkes Passwort, das sich klar vom bisherigen unterscheidet.

2. Ändern Sie Ihr FH SWF-Passwort im Self-Service

3. Tauschen Sie das Passwort auch bei allen anderen Diensten aus, auf denen Sie dasselbe Kennwort verwendet haben. Nutzen Sie grundsätzlich für verschiedene Systeme unterschiedliche Passwörter.

Wichtig: Der Besuch einer schädlichen Webseite kann bereits Malware eingeschleust haben — lassen Sie das verwendete Gerät überprüfen und stellen Sie es nach Möglichkeit bis zur Bereinigung still. Verwenden Sie für den Passwortwechsel möglichst ein anderes, vertrauenswürdiges Gerät.

Melden Sie den Vorfall außerdem an Ihren IT-Support und an die Stabsstelle Informationssicherheit (per E-Mail).

FH SWF-Account gesperrt

Zum Schutz vor Identitätsmissbrauch oder weiterem Missbrauch werden Accounts, die offenbar kompromittiert sind, vorübergehend deaktiviert. Häufiger Grund dafür ist, dass ein Angreifer das Passwort gestohlen hat und von Ihrem Konto aus Spam-/Phishing-Mails versendet.

Kontaktieren Sie den IT-ServiceDesk

Bedrohungsarten und Sofortmaßnahmen

Gefährliche E-Mails, SMS & Links

Phishing

Sie erhalten eine E‑Mail, die angeblich vom IT-Service der Fachhochschule stammt und Sie auffordert, Ihren Account über einen Link zu bestätigen. Wenn Sie den Link klicken und Ihre Zugangsdaten eingeben, erlangen Angreifer Zugriff auf Ihre Konten und sensible Informationen.

❗Sofortmaßnahmen:
  • Nicht klicken, nicht herunterladen. Öffnen Sie weder Links noch Anhänge in der verdächtigen Nachricht.
  • E‑Mail nicht beantworten. Antworten bestätigt oft, dass die Adresse aktiv ist.
  • Bei Klick auf Link / Eingabe von Zugangsdaten: Melden Sie das sofort und ändern Sie Ihre Zugangsdaten umgehend von einem sicheren Gerät aus.
  • Bei verdächtigem Anhang oder ungewöhnlichem Gerätesverhalten: Trennen Sie das Gerät vom Netzwerk und melden Sie den Vorfall.
  • Melden Sie den Vorfall umgehend

Manipulation oder Sabotage von IT-Systemen

Ein ehemaliger Mitarbeitender oder Student hatte noch Zugriff auf interne Systeme und hat absichtlich wichtige Dateien gelöscht oder verändert, um Schaden zu verursachen.

❗Sofortmaßnahmen:
  • Zugriffe sofort sperren: Alle Konten des Betroffenen deaktivieren.
  • Daten sichern: Backups und aktuelle Systemstände überprüfen, verdächtige Änderungen dokumentieren.
  • Systeme isolieren: Betroffene Systeme ggf. vom Netzwerk trennen, um weiteren Schaden zu verhindern.
  • Forensische Analyse: Prüfen lassen, welche Dateien betroffen sind und wie der Vorfall ablief, um Wiederholung zu verhindern.
  • Melden Sie den Verlust umgehend

Unbekannte Geräte (z.B. USB-Stick)

Sie schließen einen gefundenen USB‑Stick an, um herauszufinden, wem er gehört — und infizieren damit unwissentlich Ihren Rechner mit Schadsoftware.

❗Sofortmaßnahmen:
  • Schließen Sie das Gerät nicht an Ihren Rechner an.
  • Melden Sie den Vorfall umgehend

Schadsoftware

Malware

Verdacht auf unbefugten Zugriff

Sie stellen ungewöhnliche Aktivitäten in Ihrem E-Mail- oder Systemkonto fest oder erhalten unerwartete Benachrichtigungen über Anmeldeversuche.

❗Sofortmaßnahmen:
  • Melden Sie sich von allen Geräten ab und ändern Sie sofort Ihr Passwort.
  • Aktivieren Sie die Zwei- oder Multi-Faktor-Authentifizierung (2FA/MFA), falls möglich und noch nicht geschehen.
  • Melden Sie den Vorfall umgehend

Verdächtiger Anruf

Vishing

Sie erhalten einen Anruf von einer Person, die sich als IT-Techniker ausgibt und Sie auffordert, Ihre Zugangsdaten preiszugeben, um ein angebliches „dringendes Problem“ zu lösen.

❗Sofortmaßnahmen:
  • Auflegen. Beenden Sie das Gespräch sofort und trennen Sie die Verbindung
  • Nicht zurückrufen. Rufen Sie die angegebene Nummer auf keinen Fall zurück. Verwenden Sie ausschließlich die offiziellen Telefonnummern aus internen Verzeichnissen oder von der Website Ihrer Organisation.
  • Keine Daten preisgeben. Geben Sie niemals Passwörter, TANs, PINs, Codes oder andere Zugangsdaten am Telefon weiter.
  • Falls Sie bereits Zugangsdaten preisgegeben haben: Ändern Sie umgehend die betroffenen Zugangsdaten (z. B. Passwort, PIN).
  • Beweissicherung. Notieren Sie Uhrzeit, Telefonnummer, Name oder Ansage des Anrufers sowie den Wortlaut der Forderung.

Verlust von Geräten

Sie haben beispielsweise Ihren Laptop, Ihr Diensthandy oder einen USB-Stick verloren, auf dem vertrauliche Daten wie Passwörter oder personenbezogene Informationen gespeichert sind, oder das Gerät wurde gestohlen.

❗Sofortmaßnahmen:
  • Sperren oder lokalisieren Sie das Gerät, sofern dies über eine Fernverwaltung möglich ist.
  • Ändern Sie umgehend alle Passwörter, die auf dem Gerät gespeichert waren oder über das Gerät abgerufen werden konnten.
  • Melden Sie den Verlust umgehend

Verschlüsselung von Dateien

Ransomware

Sie öffnen einen E-Mail-Anhang. Kurz darauf werden Dateien auf Ihrem Gerät verschlüsselt, und eine Lösegeldforderung erscheint auf dem Bildschirm.

❗Sofortmaßnahmen:
  • Trennen Sie das Gerät sofort vom Netzwerk – WLAN deaktivieren oder Netzwerkkabel ziehen.
  • Schalten Sie das Gerät nicht aus, da dadurch wichtige Spuren für die Analyse verloren gehen könnten.
  • Melden Sie den Vorfall umgehend