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Wirtschaftsingenieurwesen dual ausbildungsintegrierend B.Eng.

Soest

Weitere Informationen zum Aufbau des Studiengangs

Der neunsemestrige Studiengang Wirtschaftsingenieurwesen mit dem Abschluss „Bachelor of Engineering“ ist als dualer Studiengang angelegt.

Durch eine geeignete Einschränkung einzelner Lehrveranstaltungen auf bestimmte Wochentage wird erreicht, dass die dual Studierenden während der Vorlesungszeit an einem Tag in der Woche im Unternehmen sein können, die Hochschule aber trotzdem an fünf Tagen Lehrveranstaltungen durchführen kann. Im dualen ausbildungsintegrierenden Studiengang unterliegen die Auszubildenden bzw. Studierenden nicht der Berufsschulpflicht.

In den ersten beiden Studienjahren sind die Studierenden während der Vorlesungszeit jeweils zu gleichen Zeitanteilen in der Hochschule und im Betrieb. Die betrieblichen Zeiten im Semester und in der vorlesungsfreien Zeit werden erst für die Ausbildung im Unternehmen genutzt und nach Abschluss der Ausbildung auf die duale Praxisphase im neunten Semester angerechnet. Die IHK-Prüfung Teil 1 findet nach dem dritten Semester statt.

Während der Unternehmenszeiten im fünften und sechsten Semester wird die Vermittlung der Ausbildungsinhalte im Betrieb vollendet und die Ausbildung mit der IHK-Prüfung Teil 2 nach dem sechsten Semester abgeschlossen.

Unternehmen und Studierende schließen einen Ausbildungsvertrag, der auch die notwendigen Regelungen zur Durchführung des Studiums umfasst.

Der Ausbildungsvertrag ist Voraussetzung für die Einschreibung in den dualen ausbildungsintegrierenden Studiengang.

Der Studiengang ermöglicht den Studierenden die Spezialisierung auf eine der vier Studienschwerpunkte:

  • Produktionsmanagement
  • Energiemanagement und E-Mobility
  • Internationales Management
  • Technischer Vertrieb und Produktmanagement

Qualifikationsziele

Die Absolvent*innen des neunsemestrigen dualen ausbildungsintegrierenden Studiengangs Wirtschaftsingenieurwesen (B.Eng.) sind in der Lage, eine Berufstätigkeit als Ingenieur*in in verschiedenen Bereichen der Industrie aufzunehmen. Sie kennen sowohl die relevanten technisch-physikalischen Zusammenhänge als auch die betriebswirtschaftlichen Hintergründe und haben ein Verständnis der wichtigsten Theorien, Prinzipien und Methoden. Dazu kommt ein fundiertes Wissen über die vertrieblichen und prozessualen Vorgänge in Unternehmen von der Entwicklung bis zum After-Sales. Als dual Studierende haben sie während ihres gesamten Studiums die in der Praxis kennengelernten Zusammenhänge und erworbenen Kompetenzen mit den an der Hochschule vermittelten Studieninhalten verbinden und in den Gesamtzusammenhang des Bachelorstudiengangs Wirtschaftsingenieurwesen dual ausbildungsintegrierend einordnen können. Hierzu zählen insbesondere die Geschäftsprozesse der kooperierenden Partnerfirmen sowie deren Vorgehen im Hinblick auf beispielsweise Produktentwicklung, Vertrieb und Produktion.

Die Absolvent*innen sind in der Lage, gelerntes Wissen auf neue Zusammenhänge zu übertragen und eigenständig zu vertiefen. Ihre Fähigkeit der Selbstorganisation und ihr Beherrschen von systematischen Hilfsmitteln, Normen, Richtlinien und rechnergestützten Werkzeugen ermöglicht ihnen, sachgerechte Lösungen zu entwickeln. Dabei können sie ökonomische und ökologische Aspekte einbeziehen.

Die Absolvent*innen können in interdisziplinären Teams zusammenarbeiten. Hier sind sie in der Lage, technische Gegebenheiten und Zusammenhänge und insbesondere den betriebswirtschaftlichen Nutzen so darzustellen, dass sie auch von Nichttechniker*innen verstanden und nachvollzogen werden können. Ebenso sind sie in der Lage, die ökonomisch relevanten Implikationen für Techniker*innen verständlich zu interpretieren. Sie agieren somit als Moderator*in oder Übersetzer*in zwischen Technik und Wirtschaft und erleichtern die interdisziplinäre Kommunikation.

Sie können fachbezogene Positionen gegenüber Dritten formulieren und argumentativ verteidigen. Dabei können sie geeignete Präsentationstechniken und Kommunikationsmethoden einsetzen. Im internationalen Umfeld wissen die Absolvent*innen um kulturelle Unterschiede und Besonderheiten; sie pflegen einen respektvollen Umgang.

Die Absolvent*innen der Studienrichtung Produktionsmanagement (PM) beherrschen die zentralen Prinzipien und Methoden für Anordnung und Verkettung produktionstechnischer Anlagen sowie für die notwendigen Logistikprozesse. Sie können Produktionsplanungen ausarbeiten und umsetzen sowie vorgefundene Produktionsabläufe optimieren. Sie sind in der Lage, Geschäftsprozesse zu analysieren, zu bewerten und zu verbessern.

Die Absolvent*innen der Studienrichtung Energiemanagement und e-Mobility (EM) beherrschen die zentralen Prinzipien und Methoden der Energieversorgung insbesondere mit Blick auf die Energiewende und die e-Mobility. Sie verstehen die Funktionsprinzipien der Energieerzeugung (konventionell und regenerativ) und der Netze und können mit Blick auf die Ziele der Energiewende kritische Zusammenhänge erkennen und auf Basis der bestehenden Regularien über Lösungsansätze diskutieren. Sie kennen die technischen Prinzipien elektrischer Fahrzeuge und elektrischer Energie-Speicherkonzepte und können die Auswirkungen unterschiedlicher Anwendungsszenarien abschätzen.

Die Absolvent*innen der Studienrichtung Internationales Management (IM) beherrschen die Prinzipien und Methoden verschiedener Managementansätze. Sie kennen die Inhalte des Innovations-, Marketing- und Produktmanagements und können diese implementieren, umsetzen und überwachen. Sie sind in der Lage, interkulturelle Unterschiede zu erkennen und entsprechende Managementmethoden anzuwenden bzw. Change-Managementprozesse aufzusetzen, um Verbesserungen zu erreichen.

Die Absolvent*innen der Studienrichtung Technischer Vertrieb und Produktmanagement (TV) beherrschen die zentralen Prinzipien und Methoden des Vertriebsmanagements. Sie sind in der Lage, Vertriebsprozesse zu analysieren und zu optimieren sowie aktuelle Erkenntnisse aus der Digitalisierung und dem Marketing hier einfließen zu lassen. Sie kennen die Methoden und Prozesse des technischen Einkaufs und können somit optimale Vertriebsstrategien entwickeln. Durch die Kenntnisse der Ingenieurwissenschaften, der Betriebs- und Volkswirtschaftslehre sowie auch der Projektfinanzierung können sie selbst in komplexen Projekten eine Kosten-Nutzen-Analyse durchführen und auch Nichttechniker*innen erläutern.