Das Software Systems Quality Lab widmet sich der konstruktiven und analytischen Qualitätssicherung (QS) in der Entwicklung softwareintensiver Systeme.
Das Lab verfolgt dabei vier Ziele:
1. Replizieren von aktuellen Methoden und Studien im Software- und Systems Engineering
2. Entwerfen eigener Methoden und Werkzeuge für effizientes und effektives Software- und Systems Engineering.
3. Praxisnahes Kennenlernen aktueller Methoden im Quality Engineering
4. Einbindung regionaler Unternehmen (Information über aktuelle Forschungen)
Innerhalb des Themas Software- und Systems Engineering Qualität setzt das Lab Schwerpunkte bei den Themen Requirements Engineering, IT-Qualitätsmanagement (insb. Usability) und DevOps. In der analytischen QS in diesen Bereichen nutzen wir vor allem Verfahren der natürlichen Sprachverarbeitung (NLP) und künstlichen Intelligenz (KI); in der konstruktiven QS setzen wir auf das Konzept von Serious Games.
Unser Erkenntnisgewinn basiert auf empirischen Methoden, die sich in der Ausstattung des Labors widerspiegeln. Ein Highlight unseres Labors ist eine selbstgebaute Variante des NASA Open Source Rovers, die wir unter anderem mit 3D-Druck gefertigt haben. An diesem greifbaren Studienobjekt können die genannten Themen exemplarisch vermittelt werden. Neben dem Design-Science-Ansatz setzen wir im Labor vor allem auf kontrollierte Experimente und Case Study Research.
Software Systems Quality Lab
FB Technische Betriebswirtschaft

Forschung und Vision
Aktuelles
Praxisprojekt der Fachhochschule Südwestfalen - Open Source-Roboter der NASA
Mit Kreativität und technischem Know-how haben Studierende der Fachhochschule Südwestfalen in Hagen nach Plänen der amerikanischen Weltraumbehörde NASA einen Mars-Rover nachgebaut.
Zur Pressemeldung
Themenbereiche
Requirements Engineering
AI for RE
Wir erforschen an welchen Ecke sog. künstliche Intelligenz (KI bzw. AI), insbesondere Natural Language Processing (NLP) und Generative AI unterstützen kann Anforderungen. zu erfassen, umzuformulieren oder miteinander zu verknüpfen (Traceability).
Ein besonderer Fokus des Labs gilt dabei der Anforderungsqualität. Qualität von Anforderungen verstehen wir immer aus der Quality-in-Use / aktivitätsbasierten Perspektive. Wenn wir also wissen, wie Anforderungen genutzt werden, dann lässt sich daraus leicht bestimmen, was gute Anforderungen sind.
In der Praxis helfen wir damit Unternehmen Fehler im Anforderungsprozess zu eliminieren und den Anforderungsprozess effizienter zu gestalten.
Game Based Learning
Serious Games in der Hochschullehre
Das Software Systems Quality Lab widmet sich aktiv der Forschung im Bereich Game Based Learning und Serious Games in der Hochschullehre. Ein besonderer Fokus liegt dabei auf dem Einsatz von Serious Games zur Vermittlung von Programmiersprachen. Hierbei untersuchen wir, wie spielbasierte Lernmethoden Studierende unterstützen können, komplexe Programmierkonzepte leichter zu verstehen und motivierter zu erlernen.
Durch die spielerische Anwendung sollen Studierende eine praxisnahe, interaktive Lernerfahrung machen, die sowohl das Verständnis für Programmiersprachen als auch die Motivation fördert. In Zusammenarbeit mit den Studierenden werden dabei kontinuierlich neue didaktische Ansätze entwickelt und getestet, um die Effektivität dieser Lehrmethoden zu optimieren.
DevOps
CI/CD in der Lehre
DevOps ist ein Ansatz in der Softwareentwicklung, der die Zusammenarbeit zwischen Entwicklung (Development) und Betrieb (Operations) optimiert. Ziel ist es, durch automatisierte Prozesse und eine enge Integration der Teams, Software schneller und zuverlässiger bereitzustellen. DevOps fördert eine Kultur der Zusammenarbeit und kontinuierlichen Verbesserung, um eine agile und flexible Entwicklung zu ermöglichen. Dazu gehören Konzepte wie Continuous Integration, Continuous Delivery (CI/CD), Automatisierung und Monitoring, die dazu beitragen, die Qualität zu erhöhen und Reaktionszeiten auf Änderungen oder Fehler zu verkürzen.
Unsere Studierende lernen CI/CD-Ansätze in den Vorlesungen kennen und arbeiten dabei mit dem von uns gehosteten GitLab-System.
System Engineering
NASA-Mars-Rover
Im Projekt „Wir bauen einen NASA Mars Rover“ entwickeln Studierende nach den Open-Source-Plänen des NASA JPL ihren eigenen Mars Rover.
Ziel des Projekts ist es, theoretische Grundlagen aus dem Bereich autonomer Systeme praxisnah umzusetzen. Der Rover wird Schritt für Schritt semesterweise im Katalogmodul „Sondergebiete der Informatik“ weiterentwickelt – von der mechanischen Konstruktion über die Sensorik bis hin zur Programmierung autonomer Funktionen.
Zu den Aufgaben der Studierenden gehören die Montage der Hardware-Komponenten, die Anpassung und Optimierung der Software für die Navigation sowie die Einbindung zusätzlicher Module, um den Rover autonom Aufgaben bewältigen zu lassen.
Dabei kommen diverse Techniken zum Einsatz um den Rover in die Lage zu versetzen, sich eigenständig im Gelände zu bewegen und Hindernisse zu erkennen und zu umgehen.Techniken wie Bildverarbeitung, maschinelles Lernen und Sensordatenfusion kommen dabei zum Einsatz, um den Rover in die Lage zu versetzen, sich eigenständig im Gelände zu bewegen und Hindernisse zu erkennen und zu umgehen.
Neben der Vermittlung von Schlüsselkompetenzen in Robotik und Softwareentwicklung fördert das Projekt insbesondere analytisches Denken und die Anwendung technischer Grundlagen, die für Studierende der Wirtschaftsinformatik wertvoll sind.
Hier lernen sie praxisnah, wie sich Hardware-Komponenten montieren und programmieren lassen, wie Sensoren eingebunden werden und wie Steuerungsfunktionen für autonome Bewegungsabläufe entwickelt werden.
So erwerben die Studierenden Kenntnisse, die sowohl für die Automatisierung als auch für komplexe IT-Projekte von Bedeutung sind.
JPL's Open Source Do-it-Yourself Rover
Das NASA-Projekt
Die Pläne
UX Research
Eye Tracking im Software Engineering
Das Software Systems Quality Lab verfügt über eine moderne Tobii Pro Spark Eyetracker-Kamera, die gezielt für User Experience (UX) Research eingesetzt wird. Mit dieser Technologie können wir detailliert untersuchen, wie Nutzer mit digitalen Anwendungen interagieren. Der Eyetracker erfasst Blickbewegungen präzise und ermöglicht es, Muster in der visuellen Aufmerksamkeit der Nutzer zu identifizieren – von der Wahrnehmung von Benutzeroberflächen bis hin zur Erfassung von Blickpunkten bei der Navigation durch Webseiten.
Studierende haben so die Möglichkeit, reale Daten zur Nutzerinteraktion zu analysieren und Erkenntnisse für die Optimierung von Benutzerfreundlichkeit und Design zu gewinnen. Die Tobii Pro Spark bereichert damit die Forschungsarbeit im Labor und bietet wertvolle Einblicke für alle, die das Verhalten und die Bedürfnisse von Nutzern besser verstehen wollen.

Projekte, die Theorie und Praxis auf beeindruckende Weise miteinander verbinden.
Das Team
Prof Dr. Henning Femmer
Professor für Wirtschaftsinformatik, insb. Requirements Engineering und IT-Qualitätsmanagement
Zur persönlichen Webseite
Dipl.-Ing. Volker Weiss
Hauptamtlicher Lehrender im Fachbereich TBW.
Lehrgebiete: Rechnersysteme und Rechnernetze, Grundlagen der Programmierung, Software Engineering, Software-Praktikum.
Zur persönlichen Webseite
Studentische Hilfskräfte
Oliver Pachatka
Arina Vovna