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Arbeits- und Ingenieurpsychologisches Labor

Poolraum
Mensch-Technik-Interaktion im Fokus - Forschung für die Zukunft der Arbeit

Unser Labor bietet eine Plattform für Studierende, Wissenschaftler*innen und Unternehmen, die an der Zukunft der Mensch-Technik-Interaktion mitwirken möchten – durch interdisziplinäre Forschung, fundierte Experimentalstudien und praxisnahe Kooperationen. Mit modernster Ausstattung (Roboterplattformen, hochentwickelte Biosensorik und innovativen KI-Instumenten) analysieren und gestalten wir die Interaktion zwischen Mensch und Maschine. Unser geschultes Laborpersonal begleitet Forschende im Design und in der Umsetztung ihrer Studien (Studien-, Abschlussarbeiten, Forschungsprojekte). Unsere Praxispartner aus Industrie, Gesundheitswesen und Bildungswesen unterstützen wir in der Gestaltung soziotechnischer Arbeitssysteme.

Unser Fokus: Soziokognitive Gestaltungsansätze für eine nachhaltigkeitsorientierte Transformation der Arbeitswelt

Wir stellen unsere Forschung in den Kontext der Zielsetzungen (SDGs) der UN Agenda 2030 für eine sozial, wirtschaftlich und ökologisch nachhaltige Entwicklung. Unsere Forschungsbeiträge adressieren vor allem SDG 3 (Good Health & Human Wellbeing), SDG 8 (Decent Work & Economic Growth), SDG 12 (Responsible Consumption & Production).

  • Industrie & Gesellschaft 5.0 (insbesondere menschgerechte, resiliente Arbeitssysteme)
  • Mensch-Computer-Interaktion (insbesondere Brain-Computer-Interaction (BCI))
  • Mensch-Roboter-Interaktion (insbesondere Multiagentensysteme, verkörperte digitale Technologien und Coboting)

Auszug Forschungsprojekte

Drittmittelforschung: ATLAS - Automotive Transformationsplattform Südwestfalen

Ziel des Projektes „ATLAS - Automotive Transformationsplattform Südwestfalen“ ist es, ein breit getragenes regionales Transformationsnetzwerk in Südwestfalen aufzubauen, dass Unternehmen des Automotive-Sektors, insbesondere KMU, bei anstehenden Transformationsprozessen und tiefgreifenden Veränderungsprozessen mit Blick auf Strategie, Technologie und Unternehmensstruktur durch sozialpartnerschaftliche, beteiligungsorientierte und ganzheitliche Ansätze unterstützt.

Mit dem Arbeits- und Ingenieurpsychologischen Labor unterstützt Prof. Dr. Bernd-Friedrich Voigt insbesondere die Themengebiete menschgerechte Technologie- und Prozessinnovation und Arbeitssystemresilienz in das Projekt eingebracht.

Abschlussarbeiten: Wie gut unterstützen soziale Roboter? – Literaturanalyse zur Generalisierbarkeit bestehender Erkenntnisse

In seiner Bachlorarbeit hat Erik Barsuhn eine problematisierende Literaturanalyse zur Generaliserbarkeit aktueller Forschungsergebnisse im Bereich sozialer Robotik erstellt. Ziel der Arbeit war es, den bestehenden Forschungsstand kritisch zu beleuchten und zu prüfen, inwieweit bisherige Erkenntnisse über soziale Unterstützung durch Roboter auf reale Alltagssituationen übertragbar sind.

Die Analyse zeigt, dass viele Studien auf spezifische Einsatzkontexte – etwa Pflege, Bildung oder Laborumgebungen – beschränkt sind und ihre Ergebnisse daher nur eingeschränkt verallgemeinert werden können.

Die Arbeit wurde auf der Mensch und Computer Konferenz (MuC 2025) vorgestellt und liefert wichtige Impulse für die weitere Forschung zu Vertrauen, Akzeptanz und sozialer Interaktion zwischen Mensch und Roboter.

Studienarbeiten: Untersuchung der Gruppendynamik mit Roboter Pepper

Aus dem Modul Arbeits- und Ingenieurspsychologie heraus entstand eine Studienarbeit in Kooperation mit dem Arbeits- und Ingenieurpsychologischen Labor. Ziel war es, zu erforschen, wie sich Führungsrollen in Gruppen verändern, wenn Menschen gemeinsam mit einem Roboter eine technische Aufgabe bewältigen.

Dazu wurde im Labor ein Experiment durchgeführt, bei dem Teilnehmende in Kleingruppen den humanoiden Roboter Pepper in Betrieb nahmen. Mithilfe von Video- und Audioaufzeichnungen sowie Frage- und Beobachtungsbögen wurde untersucht, wie sich Gruppenstrukturen und Kommunikationsmuster unter realen Bedingungen entwickeln.

Die Ergebnisse zeigen, dass Führungsrollen häufig wechseln – insbesondere dann, wenn technische Unsicherheiten auftreten. Das Projekt verdeutlicht, wie dynamisch Gruppenprozesse in Mensch-Roboter-Interaktionen verlaufen und wie sich psychologische Theorien zur Gruppenführung praxisnah erforschen lassen.

Vorlesung Arbeits- und Ingenieurpsychologie: Experimentalpraktika

Im Modul Arbeits- und Ingenieurpsychologie sammeln Studierende zum Ende ihres Wirtschaftspsychologie-Studiums praktische Erfahrungen in der Planung, Durchführung und Auswertung psychologischer Experimente. In den Experimentalpraktika entwickeln sie eigene Forschungsdesigns, die reale Fragestellungen aus der Arbeits- und Ingenieurpsychologie aufgreifen.

Die Studierenden nutzen hierfür die vielfältige technische Ausstattung des Arbeits- und Ingenieurpsychologischen Labors– darunter Sensorik, Eye-Tracking-Systeme und soziale Roboter wie Pepper oder PuduBot 2. So werden praxisnahe Experimente zu Themen wie Mensch-Roboter-Interaktion, ergonomische Arbeitsgestaltung oder Stressmessung unter Laborbedingungen möglich.

Ziel des Moduls ist es, ein tiefes Verständnis für den gesamten Forschungsprozess zu vermitteln: von der Hypothesenbildung über die Versuchsdurchführung bis hin zur statistischen Auswertung. Dabei erfahren die Studierenden aus erster Hand, wie anspruchsvoll, aber auch wie spannend es ist, wissenschaftliche Erkenntnisse praktisch zu erheben und kritisch zu interpretieren.

Wahlpflichtmodul SoSe 2025: Gruppenexperiment Mensch-Maschine-Interaktion

Im Modul Mensch-Maschine-Interaktion beschäftigten sich die Studierenden mit der Gestaltung und Erforschung von Schnittstellen zwischen Menschen und technischen Systemen. Ziel des Moduls war es, ein Verständnis dafür zu entwickeln, wie Sprache, Verhalten und Kontext die Interaktion mit Robotern und KI-basierten Technologien beeinflussen.

Im Rahmen eines praxisorientierten Projekts wurde unter anderem der Serviceroboter PuduBot 2 in der Mensa der Fachhochschule eingesetzt. Dabei wurde untersucht, wie unterschiedliche Kommunikationsstile – etwa freundlich oder sachlich – das Verhalten und die Wahrnehmung der Nutzerinnen und Nutzer beeinflussen. Durch Beobachtungen und Befragungen konnten die Studierenden erleben, wie bereits kleine Veränderungen in der Ansprache das Erleben und die Akzeptanz der Technologie deutlich verändern können.

Das Modul verbindet theoretische Grundlagen aus der Psychologie und Ergonomie mit praktischen Anwendungen aus der Robotik und Künstlichen Intelligenz. Es vermittelte zentrale Kompetenzen zur nutzerzentrierten Gestaltung technischer Systeme und zeigte, wie wichtig Kontextsensitivität und Kommunikationsgestaltung in der Mensch-Technik-Interaktion sind.

Roboterplattformen

Sensorik & Motion Tracking

EDA Sensoren, EdaMove 4

Hochpräzise Sensorik zur Erfassung physiologischer Parameter.(EdaMove 4 und EcgMove 4)

EEG Sensoren, X-On & Muse S

Mobiles Elektroenzephalographie (EEG)-System zur Messung von Gehirnaktivitäten.

X.on ist ein neues EEG-Headset, bei dem sich die Schnittstelle zwischen Qualität
und Benutzerfreundlichkeit trifft. Das schlanke und minimalistische EEG-Gerät
wurde vom Expertenteam von Brain Products entwickelt, das seit mehr als 25
Jahren erfolgreich neurophysiologische Lösungen in Forschungsqualität anbietet.
Um hochwertige EEG-Signale und eine einwandfreie Benutzererfahrung zu liefern,
kombiniert X.on Elektroden auf Salzwasserschwammbasis auf der Außenseite und
hochwertige Elektronik auf der Innenseite.

Damit eignet sich das Headset ideal für wissenschaftliche Anwendungen, bei denen
Mobilität, Komfort und Datenqualität gleichermaßen gefragt sind. In unserem Labor setzen wir
X.on insbesondere bei [z.B. mobilen EEG-Messungen, Robotik-Experimenten oder Gruppenstudien]
ein und schätzen die einfache Handhabung sowie die Stabilität der Signalaufnahme

ECG Sensoren, Polar H10 & EcgMove 4

Zur präzisen Messung der Herzfrequenz in kognitiven und physiologischen Experimenten.

Datenanalyse

Spica App, Virgobit

DataAnalzer, Movisens

KI-Toolbox, Snap

Open Model Lab

OMiLAB

Als OMiLAB Knotenpunkt bietet das A&I Labor einen dedizierten Forschungs- und Experimentierraum für die Konzeption, Entwicklung und den Einsatz von Modellierungsmethoden, -werkzeugen und -modellen. Unser OMiLAB ermöglicht Design-, Entwicklungs- und Schulungsaktivitäten für Organisationen, die Initiativen zu organisationaler Transformation, Change-enabling, Resilienzmanagement und human-zentrierter Technologieentwickung/-implementierung verfolgen. Stakeholder aus verschiedenen Disziplinen werden dabei unterstützt, innovative Ideen zu entwickeln, diese in Proof-of-Concept-Implementierungen mithilfe digitaler Zwillinge umzusetzen und ihre Machbarkeit innerhalb eines Unternehmens- oder akademischen Kontextes in einer Laborumgebung simulativ zu evaluieren.